Die bio­lo­gi­sche Uhr tickt und du willst wis­sen, ob das an dei­nem Hin­tern schon klei­ne Fun­ken sind und dir bald der Hin­tern brennt? Du dir also schleu­nigst (d)einen Part­ner schnap­pen und alles auf eine Kar­te set­zen solltest?

Oder pro­bierst du es „schon“ seit 3 Mona­ten und es ist immer noch nichts pas­siert und nun willst du ganz genau wis­sen, wie viel Zeit sich der blö­de Storch noch las­sen darf?

Dann bist du hier richtig! 

Die Sta­tis­ti­ken sind natür­lich mit Vor­sicht zu genie­ßen. Es han­delt sich eben nur um Mit­tel- und Durch­schnitts­wer­te aus dem Reich der Zah­len  — sie bil­den nicht die tat­säch­li­che, unab­än­der­li­che Rea­li­tät ab. Das heißt: es gibt vieee­le Aus­nah­men und daher ist jeder Fall immer indi­vi­du­ell zu betrachten.

Das durch­schnitt­li­che Alter von Frau­en bei der Geburt ihres ers­ten Kin­des liegt in unse­ren Brei­ten bei 29,5 Jah­ren.

Zwar kommt man durch­schnitt­lich mit 51 Jah­ren in die Wech­sel­jah­re, die meis­ten Frau­en kön­nen aber schon ab Mit­te 40 kei­ne Kin­der mehr bekom­men — egal ob natür­lich oder mit­hil­fe künst­li­cher Befruchtung.

Da das nun geklärt ist, schau­en wir uns die Wahr­schein­lich­kei­ten einer erfolg­rei­chen Schwan­ger­schaft nach Alter mal genau­er an. Ich glie­de­re den Bei­trag wie folgt:

Chan­cen auf ein Kind mit 20 — 30 Jahren
Chan­cen auf ein Kind mit 30 — 35 Jahren
Chan­cen auf ein Kind mit 35 — 40 Jahren
Chan­cen auf ein Kind mit 40 — 45 Jahren

Unter jedem die­ser Punk­te gehe ich auf fol­gen­de Aspek­te ein:

  • Die Wahr­schein­lich­keit pro Zyklus schwan­ger zu werden.
  • Die Wahr­schein­lich­keit inner­halb eines Jah­res schwan­ger zu werden.
  • Das Risi­ko einer Fehl­ge­burt .
  • Das Risi­ko einer Früh­ge­burt.
  • Die Wahr­schein­lich­keit ein Kind mit Down Syn­drom zu bekommen.
  • Die durch­schnitt­li­che Kai­ser­schnitt­ra­te in die­ser Altersspanne.

Dis­c­lai­mer: Dabei sind die Punk­te nicht „wer­tend“ zu ver­ste­hen. Die Aus­wahl dient nur zu Infor­ma­ti­ons­zwe­cken. Das sind ein­fach Fra­gen, die Frau­en mit (uner­füll­tem) Kin­der­wunsch am ehes­ten am Anfang inter­es­sie­ren. Weder ist ein Kai­ser­schnitt (wenn er not­wen­dig ist, d.h. medi­zi­nisch indi­ziert oder aus psy­chi­schen Grün­den auch nach ein­ge­hen­der Bera­tung der für sich selbst und das Kind bes­te Weg ist), noch ein Kind mit Down Syn­drom „schlimm“, noch sagt die Anzahl an Fehl­ge­bur­ten ohne Kon­text, d.h. indi­vi­du­el­ler Gesund­heits­ge­schich­te, an und für sich etwas aus. 

Chancen auf ein Kind mit 20 — 30 Jahren

Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft, liegt pro Zyklus 
  • bei 23 Pro­zent mit 20 – 29 Jahren;
  • bei 16 Pro­zent mit 30 Jahren.

Das heißt, 

  • Mit 22 Jah­ren dau­ert es etwa 4 Mona­te bis man schwan­ger ist.
  • Mit 35 kann es schon mal 8 Mona­te dauern.
Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft inner­halb eines Jah­res, liegt 
  • mit Anfang 20 bei 98 Pro­zent;
  • mit 20 – 24 Jah­ren bei 86 Pro­zent;
  • mit 25 – 29 Jah­ren bei 78 – 84 Pro­zent (je nach Quelle).
Je jün­ger man ist, umso gerin­ger ist auch die Wahr­schein­lich­keit, dass es zu einer Fehl­ge­burtkommt.

So liegt die Wahr­schein­lich­keit dafür, eine Fehl­ge­burt zu bekommen, 
  • im Alter von 20 bis 24 Jah­ren bei 10 – 14 Pro­zent.
Die Wahr­schein­lich­keit, eine Früh­ge­burt zu bekom­men, liegt 
  • mit 20 Jah­ren bei 14 Pro­zent.
Die Wahr­schein­lich­keit, ein Kind mit dem Down-Syn­drom zu bekom­men, liegt 
  • mit 20 Jah­ren bei 1:910 oder 0,006 Prozent.
(Ande­re Quel­len spre­chen auch von einer Wahr­schein­lich­keit von 1:526. Ich wer­de da noch­mal wei­ter forschen!) 
  • mit 25 Jah­re bei 1:1352.
Die Kai­ser­schnitt­ra­te liegt 
  • mit 20 bis 24 Jah­ren bei 7 Pro­zent;
  • mit 24 bis 29 Jah­ren bei 10 – 14 Pro­zent.

Die gute Nach­richt ist (war sie für mich jedenfalls):

Der Unter­schied in der Frucht­bar­keit einer Frau zwi­schen Anfang und Ende 20 ist gering.
Judith Albert, Endo­kri­no­lo­gin mit Spe­zi­al­ge­biet Fortpflanzung

Wei­te­re Vor­tei­le frü­her anzu­fan­gen, sind weni­ger gesund­heit­li­che Ein­schrän­kun­gen und mehr Aus­dau­er und Energie.

Genau­er:

  • sel­te­ner Endometriose;
  • sel­te­ner star­ke Zyklusschwankungen;
  • sel­te­ner Pro­ble­me mit Myomen;
  • sel­te­ner Pro­ble­me mit Bluthochdruck;
  • sel­te­ner Diabetes;
  • gerin­ge­re Gefahr für Thrombosen;
  • gerin­ge­re Wahr­schein­lich­keit für Früh- und Fehlgeburten;
  • sel­te­ner chro­ni­sche Krankheiten;
  • sel­te­ner übergewichtig.
  • kaum Funk­ti­ons­stö­run­gen des Mutterkuchens.
  • sel­te­ner Eiweiß­aus­schei­dun­gen im Urin

Vie­le Frau­en glau­ben nun, dass wenn sie für ihr Alter noch ziem­lich fit und gesund sind, d.h. regel­mä­ßig Sport machen und sich gesund ernäh­ren, sie dadurch auch „frucht­ba­rer“ sind als es für ihr Alter nor­mal wäre. 

Dies ist ein Trug­schluss!

Mer­ke dir (und erzähl es ger­ne wei­ter): Die kör­per­li­che Fit­ness hat lei­der kei­nen Ein­fluss auf die Eizell­re­ser­ve oder die Qua­li­tät der ver­blie­be­nen Eizellen!

Chancen auf ein Kind mit 30 — 35 Jahren

Die Chan­ce schwan­ger zu wer­den, nimmt zwi­schen Anfang 30 und Ende 30 bereits dra­ma­tisch ab, so der Kon­sens der Frucht­bar­keits­me­di­zi­ner. Das liegt unter ande­rem ein­fach an der bio­lo­gi­schen Tat­sa­che, dass man nicht mehr in jedem Zyklus einen Eisprung hat — und ohne Eisprung kann nichts befruch­tet werden.

Eins ist außer­dem eben­falls sicher: nicht nur die Anzahl der Eizel­len, son­dern auch die Qua­li­tät der­sel­ben nimmt ab 30 zuneh­mend ab.

Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft lässt ganz deut­lich zwi­schen dem 29. und dem 35. Lebens­jahr nach, trotz­dem hat die Mehr­heit der über 35-jäh­ri­gen Frau­en kein Pro­blem damit. Aber mit 38 oder 39 Jah­ren wird es noch­mal deut­lich schwieriger.
Dr. Gold­farb

Die­ses „dra­ma­tisch“ trifft in Bezug auf den Anstieg gene­ti­scher Defek­te wie Down Syn­drom* zu, wes­halb man Frau­en ab 35 stan­dard­mä­ßig (lei­der!) gefähr­li­che inva­si­ve Unter­su­chun­gen wie Amnio­zen­te­se und Cho­ri­onbi­op­sie ans Herz legt. Mitt­ler­wei­le gibt es zum Glück auch zuver­läs­si­ge, nicht-inva­si­ve Alter­na­ti­ven (sie­he unten).

Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft, liegt 
  • bei Frau­en ab 30 Jah­ren bei 16 Pro­zent pro Zyklus.
Die Chan­ce, inner­halb eines Jah­res schwan­ger zu wer­den, liegt 
  • mit 30 Jah­ren bei 63 – 75 Pro­zent (je nach Quelle).
Die Wahr­schein­lich­keit, eine Fehl­ge­burt zu bekom­men, liegt 
  • bei 30- bis 34-Jäh­ri­gen liegt die bei 12 Pro­zent.
Die Wahr­schein­lich­keit, eine Früh­ge­burt zu bekom­men, liegt 
  • im Alter von 20 bis 24 Jah­ren bei 7 Pro­zent;
  • im Alter von 24 bis 29 Jah­ren bei 10 – 14 Pro­zent.
Die Wahr­schein­lich­keit, ein Kind mit Down Syn­drom zu bekom­men, liegt 
  • mit 30 Jah­ren bei 1:910 oder 0,5%;
  • mit 32 Jah­ren bei 1:750.
Ande­re Quel­len sagen, die Wahr­schein­lich­keit liege 
  • bei 30-jäh­ri­gen bei 1:594;
  • bei 32-jäh­ri­gen bei 1:658;
  • bei 34-jäh­ri­gen bei 1:446.
Die Kai­ser­schnitt­ra­te liegt mit 30 Jah­ren bei 30 Pro­zent (was nicht unbe­dingt etwas über die tat­säch­li­che Inzi­denz aus­sagt, da er mitt­ler­wei­le aus Effi­zi­enz­grün­den ab einer gewis­sen Geburts­dau­er stan­dard­mä­ßig aus­ge­führt wird). 
Ab 35 kommt noch eine evo­lu­ti­ons­be­ding­te Beson­der­heit hin­zu: die erhöh­te Wahr­schein­lich­keit (auch ohne Hor­mon­be­hand­lung!) Zwil­lin­ge zu bekom­men.

Das liegt dar­an, dass je älter man wird, der Kör­per umso mehr FSH (Fol­li­kel sti­mu­lie­ren­des Hor­mon) frei­setzt, was dazu führt, dass mehr als eine Eizel­le pro Zyklus frei­ge­ge­ben wird und ent­spre­chend auch befruch­tet wer­den kann. 

Wenn man dann noch ohne medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on (also ohne dass z.B. eine Eizell­rei­fe­stö­rung medi­zi­nisch fest­ge­stellt wur­de) Clo­mi­fen ein­nimmt (Medi­ka­ment zur Aus­lö­sung des Eisprungs), dann ist die Wahr­schein­lich­keit um ein Viel­fa­ches erhöht! 

Chancen auf ein Kind mit 35 — 40 Jahren

Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft, liegt 
  • mit Ende 30 bei 10 – 12 Pro­zent pro Zyklus.
Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft inner­halb eines Jah­res, liegt 
  • mit 35 bis 39 Jah­ren bei 52 Pro­zent.

Wenn es nach einem Jahr immer noch nicht geklappt hat, hat man ab 35 außer­dem nur noch eine Chan­ce von 6 Pro­zent pro Zyklus auf natür­li­che Wei­se schwan­ger zu werden. 
Die Rate der Fehl­ge­bur­ten, steigt 
  • im Alter von 35 bis 39 auf 18 Pro­zent.
  • Bei Erst­ge­bä­ren­den über 35 liegt sie bei 40 Pro­zent.
Die Wahr­schein­lich­keit, eine Früh­ge­burt zu bekom­men, liegt 
Die Wahr­schein­lich­keit, ein Kind mit Down Syn­drom zu bekom­men, liegt 
  • mit 35 Jah­ren bei 1:350;
  • mit 37 Jah­ren bei 1:225.

Ande­re Quel­len schrei­ben, die Wahr­schein­lich­keit läge 
  • bei 36-jäh­ri­gen bei 1:280;
  • bei 38-jäh­ri­gen bei 1:167;
  • bei 40-jäh­ri­gen bei 1:97.
Mit 35+ Jah­ren liegt die Kai­ser­schnitt­ra­te bei 40 Pro­zent.
  • Wäh­rend im Alter von 20 – 25 Jah­ren die Wahr­schein­lich­keit für Schwan­ger­schafts­dia­be­tes bei nur 1 Pro­zent liegt,
  • – liegt sie bei Frau­en ab 35 Jah­ren bereits bei 6,5 Pro­zent.

Was die erhöh­te (sta­tis­ti­sche) Wahr­schein­lich­keit angeht, ein Kind mit Down Syn­drom zu bekom­men, ist wich­tig zu wis­sen, dass die meis­ten Kin­der mit Down Syn­drom von Frau­en unter 35 Jah­ren gebo­ren wer­den und sie dazu noch häu­fig Herz­feh­ler, Ske­lett­fehl­bil­dun­gen und ande­re Fehl­bil­dun­gen oder Syn­dro­me haben, die beim Erst­tri­mes­ter­screeing zum Groß­teil auch erkannt werden. 

Das heißt, selbst wenn die Nacken­trans­pa­renz „ver­dickt“ und damit auf­fäl­lig ist, heißt das noch lan­ge nicht, dass etwas nicht stimmt, im Gegen­teil: sowohl Frau­en­ärz­te beto­nen als auch aus zahl­rei­chen Foren­bei­trä­gen geht her­vor, dass die meis­ten Kin­der mit „nur“ einer auf­fäl­li­gen Nacken­fal­te, völ­lig gesund sind!
Mehr Infos dazu hier

Außer­dem kann man heu­te tat­säch­lich per Blut­test (der sog. „Prae­na­Test“)bestim­men, ob das Kind Tri­so­mie 21 hat. Es wird schon län­ger dis­ku­tiert, ob Kran­ken­kas­sen sogar die Kos­ten über­neh­men. Im Jahr 2019 ent­schied der Gemein­sa­me Bun­des­aus­schuss (G‑BA), dass der Blut­test auf Tri­so­mien „in begrün­de­ten Ein­zel­fäl­len“ von den Kran­ken­kas­sen gezahlt wird! 

Aber auch sonst kos­tet er mit 129 Euro nicht die Welt und wenn ein Ver­dacht besteht, wür­de ich ihn per­sön­lich nicht lan­ge nach­den­ken. Neben dem Prae­na-Test gibt es noch wei­te­re, z.B. den Har­mo­ny- oder Pan­ora­ma-Test. Mehr dazu hier.

Ein wei­te­res Risi­ko, das mit dem Alter hin­zu kommt, ist Schwan­ger­schafts­dia­be­tes. Es ist näm­lich so, dass in der Schwan­ger­schaft der Bedarf an Insu­lin dop­pelt so hoch ist wie sonst. Mit dem Älter­wer­den pro­du­zie­ren wir aber immer weni­ger Insulin.

Auch die Geburts­ri­si­ken sind höher je älter man bei der Geburt ist. Ab 35 kommt es viel häu­fi­ger zu Inter­ven­tio­nen, z.B.:

  • künst­li­che Ein­lei­tung der Geburt.
  • Geburt mit Saug­glo­cke oder Geburts­zan­ge.

Chancen auf ein Kind mit 40 — 45 Jahren

Die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft, liegt 
  • pro Zyklus.
Die Wahr­schein­lich­keit dafür, inner­halb eines Jah­res schwan­ger zu wer­den, liegt 
  • mit 40 – 44 Jah­ren bei 36 Pro­zent (je nach Quelle);
  • mit 45 – 49 Jah­ren bei 5 Pro­zent (je nach Quelle).
Im Alter von 40 bis 44 Jah­ren liegt die W. für eine Fehl­ge­burt bei 34 Pro­zent.
Die Wahr­schein­lich­keit, ein Kind mit Down Syn­drom zu bekom­men, liegt 
  • mit 40 Jah­ren bei 1:100 oder 2%;
  • mit 43 Jah­ren bei 1:50;
  • mit 45+ Jah­ren bei 1:25.
Ande­re Quel­len schrei­ben:
  • Bei 40-jäh­ri­gen liegt die Wahr­schein­lich­keit bei 1:97.
  • Bei 42-jäh­ri­gen bei 1:55.
  • Bei 44-jäh­ri­gen bei 1:30.

Hin­zu kommt, dass älte­re Frau­en öfter über­ge­wich­tig sind. Über­ge­wicht birgt eige­ne Risi­ken, auch unab­hän­gig vom Alter. (sie­he nächs­ten Absatz)


Weitere Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen

Übergewicht

Je höher der Body-Mass-Index (BMI) ist, des­to häu­fi­ger kommt es zu Problemen. 
Das Risi­ko für Fehl­ge­bur­ten ist bei über­ge­wich­ti­gen Frau­en um dop­pelt so hoch wie bei nor­mal­ge­wich­ti­gen Frauen. 
Das Risi­ko für Früh­ge­burt­lich­keit ist nur leicht erhöht und steht meist in Zusam­men­hang mit einem schwan­ger­schafts­be­dingt erhöh­tem Bluthochdruck. 
Kin­der über­ge­wich­ti­ger Frau­en haben öfter Fehl­bil­dun­gen, z.B. kommt ein offe­ner Rücken (Spi­na bifi­da) drei Mal so häu­fig vor wie bei nor­mal­ge­wich­ti­gen Frauen. 
  • Über­ge­wich­ti­ge Frau­en lei­den auch häu­fi­ger an einer Blut­zu­cker­krank­heit.
  • Ein schwan­ger­schafts­be­ding­ter erhöh­ter Blut­druck tritt bei ihnen eben­falls zwei- bis drei­mal so oft auf wie bei nor­mal­ge­wich­ti­gen Frauen.
  • Und die­ser Umstand führt dann dazu, dass bei ihnen öfter eine ver­mehr­te Eiweiß­aus­schei­dung im Urin fest­ge­stellt wird, wie etwa bei einer Gesto­se.
  • Die Geburt dau­ert bei über­ge­wich­ti­gen Frau­en oft län­ger und 
  • endet öfter mit einem Kai­ser­schnitt, da ihre Babys eben­falls grö­ßer und schwe­rer sind.
  • Auch nach der Geburt ist ihr Risi­ko für Throm­bo­sen, Infek­tio­nen und Nach­blu­tun­gen höher als bei nor­mal­ge­wich­ti­gen Frauen.

Ich möch­te aber noch­mal anmer­ken, dass das vie­les zwar zutref­fen kann, aber nicht muss.

Was aber in jedem Fall die Geburt nega­tiv beein­flus­sen kann, ist Angst vor der Geburt oder Komplikationen. 

Denn Angst lähmt. 

Angst heißt, dau­ernd die Luft anzu­hal­ten — und damit blo­ckiert man alle natür­li­chen Pro­zes­se im Körper.

Angst sabo­tiert den sich selbst regu­lie­ren­den Orga­nis­mus. Klick um zu Tweeten

Wir sind es heut­zu­ta­ge nicht mehr gewohnt, den Pro­zes­sen ein­fach zu ver­trau­en und doch bleibt uns nichts ande­res übrig: wir kön­nen kör­per­li­che Pro­zes­se nicht steu­ern und soll­ten dank­bar dafür sein, dass wir es nicht müssen. 

Wir müs­sen nicht dafür sor­gen, dass die Tem­pe­ra­tur unse­res Kör­pers genau rich­tig ist, damit alle Pro­zes­se ein­wand­frei funktionieren. 

Wir müs­sen nicht bewusst atmen oder Blut pumpen.

Aber wir kön­nen über die bewuss­te tie­fe Atmung umge­kehrt auf unser vege­ta­ti­ves Ner­ven­sys­tem einwirken.

Weil alles mit allem zusam­men­hängt. Egal an wel­cher Stell­schrau­be wir dre­hen — es wird eine Ant­wort des Kör­pers geben.

Und der Kör­per wirkt zurück auf die Psyche.

Wenn du lang­sam atmest und dei­ne Zehen und dei­nen Kie­fer ent­spannst (hier mehr dazu), dann führt die kör­per­li­che Ent­span­nung dazu, dass auch dein Kopf­ki­no lang­sa­mer wird und sich die Gedan­ken beruhigen.

Ruhi­ge Gedan­ken füh­ren dazu, dass sich der Kör­per zumin­dest nicht wei­ter anspannt. (Lese hier über mei­ne Erfah­rung, wie nega­ti­ve Gedan­ken und psy­chi­scher Stress vor­zei­ti­ge Wehen aus­lö­sen kön­nen.)

Und ein gelas­se­ner Geist und ent­spann­ter Kör­per erhö­hen wie­der die Wahr­schein­lich­keit dafür, dass alles gut und har­mo­nisch ver­läuft — unab­hän­gig von allen genann­ten Risikofaktoren.

Was ist mit den Männern?

Stu­di­en haben fest­ge­stellt, dass Män­ner ab 50 Jah­ren auch nicht mehr die bes­ten Sper­mi­en pro­du­zie­ren. Neue Sper­mi­en ent­ste­hen durch Tei­lung von Stamm­zel­len — je öfter die sich tei­len, umso wahr­schein­li­cher kommt es zu Feh­lern und zu Genmutationen.

Eini­ge Unter­su­chun­gen kom­men zu dem Schluss, dass Kin­der von Män­nern über 50 daher öfter unter Krank­hei­ten wie Autis­mus oder Schi­zo­phre­nie lei­den.

Wann sollte man zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen?

Gene­rell gilt aus medi­zi­ni­scher Sicht eine War­te­zeit von durch­schnitt­lich einem Jahr als „nor­mal“. Aller­dings nur, wenn „alles in Ord­nung“ ist und vor allem die Frau noch nicht über 30 ist.

Ab 35 wird Frau­en schon nach einem hal­ben Jahr emp­foh­len, sich ärzt­lich unter­su­chen zu las­sen. Eini­ge Medi­zi­ner sind der Ansicht, dass auch Frau­en ab 30 zumin­dest schon mal ein Zyklus-Moni­to­ring machen sollten.

Man soll­te näm­lich nicht ver­ges­sen, dass der Erfolg einer Kin­der­wunsch-Behand­lung mit dem Alter der Frau abnimmt — je frü­her man also Bescheid weiß, ob es auf natür­li­chem Weg über­haupt noch klappt oder nicht, des­to besser!

Häufige Fruchtbarkeitsprobleme

Und was nützt es mona­te­lang zu „üben“, wenn man

  • ver­stopf­te Eileiter,
  • einen zu hohen TSH-Wert,
  • eine zu kur­ze 2. Zyklus­hälf­te (Pro­ges­te­ron­man­gel / Eizellreifestörung),
  • PCOS,
  • eine Ute­rus-Fehl­bil­dung oder
  • Endo­me­trio­se hat,
  • wenn das Immun­sys­tem eine Ein­nis­tung ver­hin­dert (HLA-sharing)
  • oder man all­er­gisch auf Sper­ma reagiert (Sims-Huh­ner-Test)?

Oder gar, wenn der Part­ner unfrucht­bar ist?

Da ist es doch bes­ser, sich direkt in die nächs­te Kin­der­wun­sch­kli­nik zu bege­ben und so früh wie mög­lich mit der Behand­lung zu begin­nen — denn die Eizel­len und auch das Sper­ma wer­den nicht jünger.

Die­sen Bei­trag habe ich nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen recher­chiert. Ich habe ihn bewusst kurz und über­sicht­lich gehal­ten. Auf die ein­zel­nen Punk­ten habe ich zumin­dest geplant, jeweils in einem eige­nen Bei­trag, noch etwas aus­führ­li­cher ein­zu­ge­hen. Die­ser Bei­trag dient der Übersicht.

Links zum Thema:

Quellen