Klar­heit.

Das ist es, wonach du dich sehnst, nicht wahr?

Klar­heit ermög­licht es uns, zu sehen, was das Wesent­li­che ist und und unse­ren Fokus dar­auf auszurichten.

Wenn du Klar­heit gewon­nen hast, wird es dir sehr leicht fal­len, NEIN zu sagen. Klar­heit ermög­licht es uns, kla­re Prio­ri­tä­ten zu set­zen für die Din­ge, die uns per­sön­lich wich­tig sind und uns als Mensch und Per­sön­lich­keit wach­sen las­sen und im Leben wei­ter bringen.

Klar­heit ermög­licht es uns erst, von unse­rer Ent­schei­dungs­frei­heit Gebrauch zu machen und selbst­be­stimmt eine Wahl zu tref­fen, zu tun, was gut für uns ist anstatt was gut für irgend­wen anders ist.


Klar­heit ver­hin­dert, dass du für immer in die­ser Sack­gas­se ste­cken bleibst.

Klar­heit ver­hin­dert, dass du wei­ter wie ein blin­des Huhn von A nach B läufst; dass dei­ne Ener­gie schon mor­gens auf­ge­braucht ist und du im Auto­pi­lot wie­der die­sel­ben ewi­gen Schlei­fen abläufst, um in der­sel­ben Sack­gas­se zu lan­den, in der du los gelau­fen bist; dass du fremd­be­stimmt To Do’s abar­bei­test, die dich in dei­nem Leben und dei­ner per­sön­li­chen Ent­wick­lung kei­nen Schritt wei­ter bringen.

Um Klar­heit zu schaf­fen, müs­sen wir eine INVEN­TUR machen: im Kopf und im Haus. 

Ziel die­ser Akti­on ist es: 

  1. unser Leben über­sicht­lich vor uns aus­ge­brei­tet zu sehen,
  2. aus­zu­mis­ten und Raum zu schaf­fen und 
  3. lang­fris­tig bes­ser über den Input zu haushalten. 

Wenn du kei­nen Müll rein lässt – musst du weni­ger auf­räu­men. Oder anders gesagt:

Soll dein Kopf voll Müll oder voll mit Glit­zer sein? 😉

Du hast immer die Wahl.

Jeden Tag kannst du neu ent­schei­den, was du in dei­nen Kopf und in dein Haus lässt. Du kannst dich ent­schei­den zu sagen: 

NEIN, du bleibst draußen. 

Ohne schlech­tes Gewissen. 

Wenn du Klar­heit gewon­nen hast, wird es dir sehr leicht fal­len, NEIN zu sagen. Es wird leicht sein, weil dein Fokus laser­scharf sein wird, aus­ge­rich­tet auf die wesent­li­chen Schrit­te und Vor­gän­ge. Alles, was drum­her­um ist, wird ver­blas­sen und optional.

Wir wer­den jetzt Schritt für Schritt alles, was sich an Zeug ange­sam­melt hat: sam­meln, aus­mis­ten, sor­tie­ren , in kon­kre­te To-Do’s umwan­deln und tun.

Wenn alles an einem Ort fest­ge­hal­ten ist, der nicht dein Kopf ist und wenn du ohne jeden Zwei­fel dar­auf ver­traust, dass du alles, was du rein getan hast in weni­gen Sekun­den an die­sem Ort wie­der­fin­dest; wenn du dar­auf ver­traust, dass nichts ver­lo­ren geht und alles in jedem Fall erle­digt wird – dann kann die eigent­li­che Arbeit an der prio­ri­sier­ten Auf­ga­be jetzt und heu­te Schritt für Schritt mit frei­em Kopf in Angriff genom­men werden.

Los, bau­en wir uns ein zwei­tes Gedächt­nis für all das Zeug“, getreu dem Motto:

Wie ich Din­ge gere­gelt krie­geDer Kopf ist da, um Ideen zu haben, nicht um sie zu behal­ten. (#out­sour­cing)David Allen

Ich ori­en­tie­re mich in mei­nem Vor­ge­hen wei­test­ge­hend an der welt­weit aner­kann­ten Get­ting Thins Done®-Metho­de von David Allen und ihren 5 Stu­fen Arbeits­ab­läu­fe zu meis­tern:

Get­ting Things Done® and GTD® sind regis­trier­te Mar­ken der David Allen Company. 
  1. Inven­tur
    - Alle Auf­ga­ben zusam­men­tra­gen;
  2. Fil­tern
    - Die Auf­ga­ben eti­ket­tie­ren nach Prio­ri­tät, Wich­tig­keit, Dele­gier­bar­keit, Sta­tus und Auf­ga­ben­typ;
    - Tren­nen zwi­schen Ter­mi­nen und Aufgaben;
  3. Orga­ni­sie­ren
    – Auf­ga­ben ent­spre­chen­den Lis­ten zuwei­sen und in Ord­nern, Boards, Apps, BuJos, u.ä. organisieren;
  4. Pla­nen
    – Auf­ga­ben mit­hil­fe von Akti­ons- bzw. Nächs­te Schrit­te-Lis­ten und eines per­sön­li­chen Kana­ban-Boards Schritt für Schritt abar­bei­ten;
  5. Feed­back
    – Regel­mä­ßig den Sta­tus der Auf­ga­ben über­prü­fen und sein Vor­ge­hen, die Lis­ten und die Pla­nung ana­ly­sie­ren und wenn nötig indi­vi­du­ell anpas­sen.

Die Steue­rung unse­rer Arbeits­ab­läu­fe ist nur so gut wie das schwächs­te der fünf Glie­der die­ser Ket­te, also müs­sen alle Glie­der zusam­men­ge­führt und durch über­grei­fen­de Nor­men unter­stützt wer­den.1

Ist am Ende eines die­ser Glie­der schwach, wird das, was jemand zu einem belie­bi­gen Zeit­punkt wahr­schein­lich zu tun beschließt, mög­li­cher­wei­se nicht die bes­te Wahl sein2
David Allen

David Allen hat­te den Heu­re­ka-Moment sei­nes Lebens als ihm
zwei Din­ge klar wurden:

1. Aufgaben, die mehrere Handlungsschritte erfordern, sind ein kleines Projekt.

2. Projekte sollten in zwei Dimensionen gedacht werden:

A. In der ver­ti­ka­len: hier geht der Blick in die Tie­fe der ein­zel­nen Pro­jek­te oder To Do’s. Es geht um das effi­zi­en­te und strin­gent auf das Ziel hin­ar­bei­ten­de Tun.

B. In der hori­zon­ta­len: hier geht der Blick in die Brei­te: über alle Pro­jek­te, die wir bear­bei­ten. Es geht dar­um, wie du tief schür­fend und hoch­flie­gend den­ken [kannst], um die krea­ti­ve Kraft [dei­nes] Gehirns zu ver­viel­fa­chen“ 3.

*An die­ser Stel­le bit­te applau­die­ren für den genia­len Einfall*

Punkt B ist das Schlüs­sel­ele­ment von GTD:

Ver­pflich­tun­gen, Pro­jek­te und Hand­lun­gen müs­sen Sie zwei­fach kon­trol­lie­ren – hori­zon­tal und ver­ti­kal. Mit der »hori­zon­ta­len« Kon­trol­le hal­ten Sie den Zusam­men­hang aller Akti­vi­tä­ten, mit denen Sie zu tun haben, auf­recht. Stel­len Sie sich Ihre Psy­che wie ein Radar­ge­rät vor, das stän­dig die Umge­bung über­prüft. Sie kann bei jedem ein­zel­nen Punkt aus Tau­sen­den von The­men hän­gen­blei­ben, die Ihre Auf­merk­sam­keit wäh­rend belie­bi­ger 24 Stun­den auf sich zie­hen oder ein­for­dern.4

Dar­aus ergibt sich die Steue­rung des »hori­zon­ta­len« Aspekts unse­res Lebens – hier wird alles ein­be­zo­gen, was irgend­wann unse­re Auf­merk­sam­keit erfor­dert.5

Die »ver­ti­ka­le« Kon­trol­le dage­gen steu­ert das Nachdenken
über den Ablauf ein­zel­ner The­men und Pro­jek­te. (…) Man kon­zen­triert sich auf eine ein­zel­ne Auf­ga­be, Situa­ti­on oder Per­son und arbei­tet her­aus, wel­che Ideen, Details, Prio­ri­tä­ten und Ereig­nis­fol­gen erfor­der­lich sein könn­ten, damit man ent­spre­chend han­deln kann, zumin­dest für den Augen­blick6David Allen

Die Hori­zon­ta­le bringt den Über­blick über das gro­ße Gan­ze (Cha­os) unse­res Lebens: was du inner­halb [dei­ner] Lebens­ho­ri­zon­te beach­ten und unter­neh­men [musst]„7, so David Allen. 

Wäh­rend Sie mit den klei­nen Din­gen beschäf­tigt sind, soll­ten Sie an die gro­ßen Din­ge den­ken, damit die klei­nen Din­ge die rich­ti­ge Rich­tung neh­men.8
Alvin Toff­ler

Auf einer ande­ren Ebe­ne sorgt die hori­zon­ta­le Dimen­si­on in Form eines visua­li­sier­ten Work­flows“ dafür, das man auch den Sta­tus der aktu­ell bear­bei­te­ten Auf­ga­ben im Blick behält. (Wie das funk­tio­niert, beschrei­be ich im Arti­kel Trel­lo und GTD“. Trel­lo ist ein kos­ten­lo­ses Online Tool, eine soge­nann­te Kan­ban-App“, das ein­fach per­fekt mit der GTD-Metho­de harmoniert.)

Wie geht es weiter?

Begin­nen tun wir mit einer INVEN­TUR des Kop­fes.

Auf geht’s in dein neu­es Leben! 😀

Die Ideen in die­ser Arti­kel-Serie basie­ren auf den Metho­den und Prin­zi­pi­en, die David Allen in sei­nem legen­dä­ren Buch Get­ting Things Done® vor­stellt. Ich rei­ße die ein­zel­nen Ele­men­te der Metho­de nur an und prä­sen­tie­re sie in bereits modi­fi­zier­ter, ergänz­ter und auf das digi­ta­le Zeit­al­ter ange­pass­ter Form. Wer die Metho­de David Allens an sich und in ihrer Ganz­heit ver­ste­hen und anwen­den will, dem emp­feh­le ich, sich das Buch zu kau­fen und es zu stu­die­ren. Es wird sich in jedem Fall auszahlen.
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Fußnoten

  1. David Allen:Wie ich Din­ge gere­gelt krie­ge. Selbst­ma­nage­ment im All­tag. Piper Ver­lag, Mün­chen 2009. S. 43.
  2. Ebd. S. 44.
  3. Ebd. S. 253.
  4. Ebd. S. 38. Her­vor­he­bun­gen von mir.
  5. Ebd. S. 43. Her­vor­he­bun­gen von mir.
  6. Ebd., S. 39. Her­vor­he­bun­gen von mir.
  7. Ebd. S. 253.
  8. Zitiert nach David Allen: Wie ich Din­ge gere­gelt krie­ge. S. 78.