Als ich gera­de in die Puber­tät kam, stol­per­te ich bei mei­ner Mut­ter im Bücher­re­gal über drei Bücher, die mei­ne Wahr­neh­mung und Aus­rich­tung mei­ner Inter­es­sen nach­hal­tig unter­grün­dig prägten. 

1Die vier Temperamente

Zum einen war es ein Buch, das unter­schied­li­che Tem­pe­ra­men­te beschrieb. Es war die Rede vom Melan­cho­li­ker, Cho­le­ri­ker, San­gui­ni­ker und Phleg­ma­ti­ker.

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Laut Wiki­pe­dia han­delt es sich dabei um eine der ältes­ten Per­sön­lich­keits­ty­po­lo­gien, die auf die Humo­ral­theo­rie, auch bekannt als Vier­säf­te­l­eh­re, des Hip­po­kra­tes von Kos (griech. Arzt, 460–375 v. Chr.) zurück geht. Nach die­ser Theo­rie unse­re Gesund­heit von der har­mo­ni­schen, aus­ge­gli­che­nen Mischung der vier Kör­per­säf­te (Blut, Schleim, gel­be und schwar­ze Gal­le) ab, die sich in unse­rer Per­sön­lich­keit widerspiegele.

Spä­ter ver­knüpf­te der Medi­zi­ner Gale­nos von Per­ga­mon (130−120 n. Chr.) die Vier­säf­te­l­eh­re mit den vier Tem­pe­ra­men­ten, indem er den vier Säf­ten (“humo­res“) des Kör­pers je ein Tem­pe­ra­ment zuord­ne­te. Je nach­dem, wel­cher Kör­per­saft im Kör­per domi­nant sei, bil­de sich das ent­spre­chen­de Tem­pe­ra­ment beson­ders her­aus. Sei­ne Tem­pe­ra­men­ten­leh­re wur­de unter ande­rem von Kant und Wil­helm Wundt ver­wen­det und wird sogar als Vor­läu­fer der Psy­cho­so­ma­tik angesehen. 

Gale­nos unter­schied vier Tem­pe­ra­men­te, nach denen er die Men­schen kategorisierte:
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  • Melan­cho­li­ker = Schwar­ze Gal­len­flüs­sig­keit (gr. Mela­nia chloe): schwer­mü­tig, zurück­hal­tend, nach­denk­lich, emp­fäng­lich für Kunst.
  • San­gui­ni­ker = Blut (lat. San­gu­is): hei­ter, aktiv, glück­lich und opti­mis­tisch, selbstsicher.
  • Phleg­ma­ti­ker = Schleim (gr. Phleg­ma): aus­ge­gli­chen, schwer­fäl­lig, pas­siv, kalt und rational.
  • Cho­le­ri­ker: Gel­be Gal­len­flüs­sig­keit (gr. Chloe): lei­den­schaft­lich, ener­gisch, auf­brau­send, schnell gereizt und wütend. 3
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Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass das Tem­pe­ra­ment unse­re Wesens­art ist.

Kom­men­tar: Ich erin­ne­re mich in dem Zusam­men­hang immer an Namen Sig­mund Freud und dach­te daher bis jetzt, dass die­ses Buch von ihm stamm­te. Schließ­lich stamm­te auch mei­ne Fas­zi­na­ti­on für das Unbe­wuss­te bzw. das Unter­be­wusst­sein, die damals auch stark in Rich­tung Para­psy­cho­lo­gie dräng­te, aus die­ser Zeit und Prä­gung. Viel­leicht war es ein Sam­mel­band? Hmm…

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Fußnoten

  1. https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​T​e​m​p​e​r​a​m​e​n​t​e​n​lehre
  2. https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​T​e​m​p​e​r​a​m​e​n​t​e​n​lehre
  3. Mehr https://​www​.mensch​-und​-psy​che​.de/​t​y​p​e​n​m​o​d​e​l​l​e​/​t​e​m​p​e​r​a​m​e​n​t​e​n​l​ehre/
  4. http://​www​.enzy​klo​pa​edie​.ch/​d​o​k​u​m​e​n​t​e​/​T​e​m​p​e​r​a​m​e​n​t​e​&​E​m​o​t​i​o​n​e​n​.html