Wie du deine pauschal abgezogenen Energietaler wieder zurück eroberst

In die­sem Bei­trag gebe ich dir den Grund­riss eines trans­for­mie­ren­den Pro­gramms für dein Unter­be­wusst­sein. Es soll eine täg­li­che Erin­ne­rung an das Wesent­li­che sein:

Du bist genug. 

Denn dass du das weißt und damit mei­ne ich: wenn dein Unter­be­wusst­sein davon über­zeugt ist und kei­nen Zwei­fel mehr dar­an hat, dann haben wir ein soli­des Fun­da­ment, auf dem wir auf­bau­en können.

Und als gran­dio­sen Neben­ef­fekt hät­test du mehr Ener­gie­ta­ler für das Eta­blie­ren neu­er Gewohn­hei­ten, das ver­fol­gen dei­ner Zie­le und natür­lich dem Aus­su­chen der pas­sen­den Pastasauce.

So. Und jetzt nimm ein Blatt Papier oder so einen schö­nen bun­ten Haft­no­tiz­zet­tel und einen Stift und schrei­be auf – ordent­lich, so dass du es lesen kannst:

  1. Es ist nicht mei­ne Schuld. 
  2. Ich bin genau rich­tig so, wie ich bin.
  3. Ich über­neh­me Verantwortung.
  4. Ich bestim­me bewusst mei­ne Warums und mei­ne Wer­te und hand­le nach ihnen als mei­nen höchs­ten Prinzipien.
  5. Mein Ziel ist es, mei­ne Visi­on (von mir und mei­nem Leben) zu leben.
  6. Ich ver­traue mir, dass mein Bes­tes reicht, um mei­ne Zie­le zu erreichen.
  7. Umwe­ge gehö­ren dazu. Ich gehe ein­fach weiter.

Das beinhal­tet fol­gen­de Grundgedanken:

1.

Ich habe mein Bes­tes getan, mein jün­ge­res Ich zu schüt­zen, um in die­ser gars­ti­gen Welt zu über­le­ben.

Für das, was mir ange­tan wur­de, tra­ge ich kei­ner­lei Ver­ant­wor­tung oder Schuld.

Mei­ne Noten defi­nie­ren nicht mei­ne Intel­li­genz oder mei­nen Wert.
Ob ich einen Job habe oder nicht und wel­chen defi­niert nicht mei­nen Wert.
Wo auch immer ich heu­te ste­he: ich habe es mir NICHT ganz allei­ne zuzu­schrei­ben und es ist OK.

2.

Ich will etwas ändern, viel­leicht sogar mich selbst, aber nicht, um frem­de Erwar­tun­gen zu erfül­len oder Din­ge zu kom­pen­sie­ren. Alles an mir ist gut so, wie es ist und muss nicht ver­bes­sert wer­den. Ich will trotz­dem an mir arbei­ten, aber mei­ne Inten­tio­nen dahin­ter sind: 

  • Ein selbst­be­stimm­ter Mensch zu wer­den, selbst­wirk­sam zu sein, mich inspi­riert und ohne jeden Zwei­fel krea­tiv aus­zu­drü­cken.
  • Alle Fes­seln, die mich irgend­wie dar­an hin­dern, die meis­te Zeit im Hier und Jetzt zu leben, abzustreifen.
  • Den Druck (ich sollte/​müsste eigent­lich“) auf mei­ner Brust los zu werden.
  • Mei­ne Ängs­te zu durch­schau­en und ihre Wur­zeln auszurotten.
3.

Ich kann nichts für mei­ne Her­kunft, die Schu­len, auf die ich geschickt wur­de und die Umstän­de, die damit ein­her gingen. 

Ich kann nichts für mei­ne Eltern und mein frü­hes Umfeld und für die meis­ten Ent­schei­dun­gen, die ich basie­rend auf frem­den Glau­bens­sät­zen, Wer­ten und Welt­bil­dern, die ich (wie es jedes Kind tut) mit der Mut­ter­milch ein­ge­so­gen habe, getrof­fen habe und die mich auch heu­te noch maß­geb­lich prä­gen und mein Leben in lenken. 

Ich kann nichts dafür. 

Denn mir wur­de nicht bei­gebracht, in mich hin­ein zu hören. Mei­ne Stim­me her­aus­zu­fil­tern aus dem kako­pho­nen Stimm­ge­wit­ter in mir drin. 

Mei­ne Wer­te zu hin­ter­fra­gen. Mich zu fra­gen, was ICH eigent­lich will und war­um. Mich zu fra­gen, was mei­ne Mög­lich­kei­ten sein könn­ten, wenn die Stim­men lei­se wären. 

Ab jetzt über­neh­me ich aber die vol­le Ver­ant­wor­tung für mein Leben.

Denn jetzt wur­den mir die Augen geöffnet. 

Ich will der Ein­zi­ge sein, der die Rich­tung bestimmt, in die sich mein Leben bewegt.
Ich will der Ein­zi­ge sein, der fest­legt, wie mein All­tag verläuft.
Ich akzep­tie­re die Tat­sa­che, dass ich es ab jetzt selbst in der Hand habe zu ent­schei­den, wie man mit mir umgeht und redet und wie nicht.
Ich akzep­tie­re die Tat­sa­che, dass ich allein dafür ver­ant­wort­lich bin, neue Gewohn­hei­ten zu eta­blie­ren, die mich mei­nen Zie­len näher bringen.
Ich akzep­tie­re, dass ich allei­ne fest­le­ge, wie ich mei­ne Lebens­zeit täg­lich nut­ze – und wie viel sich ein ande­rer davon abzap­fen kann und warum.

Ich ent­schei­de.

4.

Wer­te bil­den das Fun­da­ment unse­rer Per­sön­lich­keit. Basie­rend auf die­sen Grund­über­zeu­gun­gen suchen wir uns Prin­zi­pi­en, denen wir bewusst (sofern sie uns bewusst sind) oder unbe­wusst (wenn sie unhin­ter­fragt sind) fol­gen. Wer­te sind unse­re Leit­ster­ne und als sol­che lei­ten sie unser Den­ken und Handeln. 

Schließ­lich sind Wer­te oft die Ant­wort auf die Fra­ge, war­um wir etwas getan, nicht getan oder ent­schie­den haben, wenn wir selbst fas­sungs- oder rat­los da ste­hen und uns fra­gen: Ja, war­um eigent­lich? War­um habe ich so ent­schie­den und nicht anders? Wel­cher Teu­fel hat mich da geritten?

Bei nega­ti­ven Resul­ta­ten sind oft nega­ti­ve“ Wer­te im Spiel: Angst, Miss­trau­en, Minderwertigkeit.

Ich mache mir die nega­ti­ven Wer­te, die bis­her mein Leben bestimm­ten, bewusst und set­ze an ihre Stel­le posi­ti­ve, die mich von nun an mei­ner per­sön­li­chen Ver­si­on eines aus­ge­gli­che­nen, inspi­rier­ten und zufrie­de­nen Lebens näher brin­gen werden: 

Tag für Tag ein Stück­chen mehr.

5.

Ich bestim­me von heu­te an, wel­che Sta­tio­nen ich im Leben anvi­sie­re und wo ich am Ende ankom­men will. Ich erlau­be mir, mir eine schö­ne Zukunft vor­zu­stel­len. Ich wider­ste­he, mei­ne Wün­sche klein zu hal­ten und nach Mit­tel­mä­ßig­keit zu stre­ben. Das bedeu­tet nicht, dass ich grö­ßen­wahn­sin­nig wer­de oder überheblich. 

Ich erlau­be mir, an das zu glau­ben, was ich sein könnte. 

Wenn ich mir etwas vor­stel­len kann – dann kann ich es auch rea­li­sie­ren. Mei­ne Visi­on von die­sen Mög­lich­kei­ten zieht mein Leben magne­tisch in die­se Richtung. 

Dabei ist mir bewusst, dass ich mit­pad­deln muss. 

6.

Mir ist bewusst, dass das Leben wech­sel­haft ist und die End­sta­ti­on kein fes­ter Punkt sein wird. Ich ver­stei­fe mich daher nicht auf ein fes­tes Bild mei­ner per­fek­ten“ Zukunft. Was ich anstre­be, ist ein Gleich­ge­wicht. Das beinhal­tet die Fähig­keit, fle­xi­bel auf Ver­än­de­run­gen und Schick­sals­schlä­ge zu reagieren. 

Ich ver­traue mir, dass ich die Gewohn­hei­ten ent­wi­ckeln und die Werk­zeu­ge fin­den wer­de, um mei­ne Visi­on zu verwirklichen.

7.

Ich akzep­tie­re, dass es kein gerad­li­ni­ger Weg sein wird. Ich wer­de stol­pern, ich wer­de fal­len, ich wer­de alles in Fra­ge stel­len. Aber ich wer­de wie­der auf­ste­hen, mich sam­meln und wei­ter gehen. Ich ver­traue dar­auf, dass mei­ne Rou­ti­nen und Sys­te­me mich auch über Hän­ge­par­tien hin­weg tra­gen wer­den. Sie bil­den eine sta­bi­le Basis, die Rück­schlä­ge abfe­dern wird. 

So.

Die­sen Zet­tel hef­test du jetzt bit­te an dei­nen Spie­gel, sodass du ihn jeden Tag siehst. 

Er soll in der Umbau­pha­se dei­nes Unter­be­wusst­seins und Selbst das Back­up-Pro­gramm dar­stel­len.

War­um das alles?

Um zu ent­schei­den, musst du wis­sen, was du tun musst.

Die­se Ent­schei­dung muss auf dei­nen bewusst defi­nier­ten Wer­ten basie­ren, die dich dei­nen Zie­len im Leben näher bringen. 

Wie sollst du sonst die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten setzen?

Und Prio­ri­tä­ten – das ist das, wor­um es im Leben geht.

Wir sind nur eine begrenz­te Zeit auf der Erde, sie kann schnel­ler rum sein, als wir den­ken. Daher ist das, was wir täg­lich tun – das Leben. 

Dein Leben.

Du bist liebenswert.

Wenn du ohne kla­re Rich­tung her­um­ei­erst – oder auf ein Ziel hin­ar­bei­test, das du nicht hin­ter­fragt hast und des­sen War­um du nicht kennst, dann ist Sta­gna­ti­on dein Schick­sal. Mit einem Rat­ten­schwanz an nega­ti­ven Glau­bens­sät­zen über dich selbst 

  • nie schaf­fe ich etwas,
  • nie kann ich etwas durch­zie­hen,
  • nie krie­ge ich etwas hin, 
  • nie errei­che ich mei­ne Ziele, 
  • nie­mand kann jeman­den wie mich lie­ben,
  • ich bin ein Ver­sa­ger,
  • ich habe … nicht ver­dient,
  • usw.

Sol­che Gedan­ken gehö­ren hof­fent­lich sehr bald der Ver­gan­gen­heit an. 

Du wirst ler­nen, die Stim­men, die das behaup­ten, als das zu erken­nen, was sie sind: unhin­ter­frag­te Auto­ma­tis­men. Über­bleib­sel schlech­ter Prä­gun­gen. Lügen. Fal­sche Pro­gram­me. Alles, nur nicht die Wahr­heit über dich.

War­um ich davon über­zeugt bin, obwohl ich dich über­haupt nicht kenne?

Weil ich so vie­le Men­schen ken­ne, die das von sich dach­ten und den­ken und es ein­fach nicht stimmt.

Jeder Mensch ist liebenswert.

Jeder Mensch will im Grun­de gut“ sein. Vor allem als klei­ne, hilf­lo­se Kin­der, die sie einst waren, woll­ten sie, woll­test DU ein­fach nur:

  • Geliebt wer­den. (Grund­be­dürf­nis)
  • Umsorgt wer­den. (Grund­be­dürf­nis)
  • Ver­sorgt wer­den. (Grund­be­dürf­nis)
  • Gehört wer­den. (Grund­be­dürf­nis)
  • Umarmt wer­den. (Grund­be­dürf­nis)
  • Ernst genom­men wer­den. (Grund­be­dürf­nis)

Wur­den die­se Grund­be­dürf­nis­se nicht erfüllt oder gar miss­ach­tet, selbst wenn es nur eines davon war, dann muss­te das klei­ne Kind, das ein jeder von uns einst war, das kom­pen­sie­ren.

Laut dem Psy­cho­the­ra­peu­ten des vori­gen Jahr­hun­derts, Alfred Adler, erfährt sich jedes Kind als man­gel­be­haf­tet. So lernt es schon früh sei­ne Grö­ße, Moto­rik oder was sonst den Eltern noch nicht passt und wor­in es sich auf­grund der Äuße­run­gen und Reak­tio­nen für min­der­wer­tig“ hält, zu kom­pen­sie­ren – indem man beson­ders viel lacht oder beson­ders mutig ist und wenig weint 1.

Wenn man älter wird und die Trie­be erwa­chen, kommt es auf die bis­he­ri­ge Bio­gra­fie und das Eltern­haus an, ob man sie aus­lebt, unter­drückt, kom­pen­siert oder sub­li­miert.

Die Puber­tät ist eine der größ­ten Umbau­pha­sen unse­res Lebens, das Gehirn wird umstruk­tu­riert, laut For­schung steigt der Schlaf­be­darf ent­spre­chend an, den wir aber nicht decken kön­nen, weil irgend­je­mand dar­auf besteht, dass der Unter­richt in Aller­her­gotts­frü­he begin­nen muss… 

Die Emo­tio­nen kochen, es kommt zu Miss­ver­ständ­nis­sen, man hat viel­leicht das Bedürf­nis sich zurück­zu­zie­hen oder im Gegen­teil, sich mit Men­schen zu ver­bin­den und dann kom­men die Eltern mit ihren Regeln und ihren uralten Erzie­hungs­me­tho­den und die Schu­le dazu, mit eben­falls völ­lig ver­al­te­ten und lebens­frem­den Plä­nen nicht gera­de für Inspi­ra­ti­on sorgt in einer Pha­se, in der man sich selbst ent­de­cken und erfin­den möch­te und eigent­lich für alles offen ist.

Was ich damit sagen will:

Es war nicht leicht. Für die meis­ten von uns. 

Viel­leicht bist du gera­de mit­ten­drin. Viel­leicht ist es schon ewig her. 

Doch die ver­gan­ge­nen Erfah­run­gen und wie unser Umfeld und wir damit umge­gan­gen sind, prä­gen sich tief in unse­re Gehirn­zel­len ein. 

Erfah­run­gen und ihre Ver­ar­bei­tung form­ten unse­re Schnell­stra­ßen im Gehirn, setz­ten Trig­ger, führ­ten zu Kom­pen­sa­ti­ons­stra­te­gien und sind schuld“ an unseren 

  • aktu­el­len Gewohnheiten, 
  • Denk­wei­sen,
  • dem Umgang mit Emotionen, 
  • unse­rem sozia­len Status, 
  • unse­ren Über­zeu­gun­gen und Glaubenssätzen
  • und unse­rem Selbstbild.

Dei­ne bis­he­ri­gen Gedan­ken und dein bis­he­ri­ges Ver­hal­ten haben dich an den Punkt gebracht, an dem du jetzt bist.

Wenn du dein Leben rum­rei­ßen möch­test, musst du an Stra­te­gien arbei­ten, die die­se Punk­te betreffen:

  • Inef­fek­ti­ve, sinn­lo­se Gewohn­hei­ten abstrei­fen und effek­ti­ve Rou­ti­nen und Gewohn­hei­ten etablieren.
  • Nega­ti­ve Gedan­ken­spi­ra­len stop­pen und nicht wie­der in alte Denk­mus­ter zu verfallen.
  • Dei­ne Emo­tio­nen akzep­tie­ren und kon­struk­ti­ver mit ihnen umgehen.
  • Akzep­tie­ren, dass du ein sozia­les Wesen bist, dem es auch mal gut tut, von ande­ren gehört und gemocht zu werden.
  • An dich glau­ben und dich an einem posi­ti­ven Bild von dir und dei­ner Zukunft ori­en­tie­ren und ausrichten.
  • Dich selbst akzep­tie­ren, dir ver­trau­en und sich um dich küm­mern, wie du dich um ande­re kümmerst.

Wie du die Punk­te im ein­zel­nen bear­bei­test, wer­de ich in ein­zel­nen Bei­trä­gen auf die­sem Blog darlegen.

Doch für’s Erste:

Schnapp dir einen Zet­tel und los geht’s!

Margarita
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Fußnoten

  1. Grund­be­grif­fe der Psy­cho­ana­ly­se, auf­ge­ru­fen am 18.01.2021.