Neuanfang

– Manage dein Leben – Verwirkliche dich selbst –

Kategorie: Ordnen & Organisieren

Kristallklare Prioritäten dank Klarheit

Klar­heit.

Das ist es, wonach du dich sehnst, nicht wahr?

Klar­heit ermög­licht es uns, zu sehen, was das Wesent­li­che ist und und unse­ren Fokus dar­auf auszurichten.

Wenn du Klar­heit gewon­nen hast, wird es dir sehr leicht fal­len, NEIN zu sagen. Klar­heit ermög­licht es uns, kla­re Prio­ri­tä­ten zu set­zen für die Din­ge, die uns per­sön­lich wich­tig sind und uns als Mensch und Per­sön­lich­keit wach­sen las­sen und im Leben wei­ter bringen.

Klar­heit ermög­licht es uns erst, von unse­rer Ent­schei­dungs­frei­heit Gebrauch zu machen und selbst­be­stimmt eine Wahl zu tref­fen, zu tun, was gut für uns ist anstatt was gut für irgend­wen anders ist.


Klar­heit ver­hin­dert, dass du für immer in die­ser Sack­gas­se ste­cken bleibst.

Klar­heit ver­hin­dert, dass du wei­ter wie ein blin­des Huhn von A nach B läufst; dass dei­ne Ener­gie schon mor­gens auf­ge­braucht ist und du im Auto­pi­lot wie­der die­sel­ben ewi­gen Schlei­fen abläufst, um in der­sel­ben Sack­gas­se zu lan­den, in der du los gelau­fen bist; dass du fremd­be­stimmt To Do’s abar­bei­test, die dich in dei­nem Leben und dei­ner per­sön­li­chen Ent­wick­lung kei­nen Schritt wei­ter bringen.

Um Klar­heit zu schaf­fen, müs­sen wir eine INVEN­TUR machen: im Kopf und im Haus. 

Ziel die­ser Akti­on ist es: 

  1. unser Leben über­sicht­lich vor uns aus­ge­brei­tet zu sehen,
  2. aus­zu­mis­ten und Raum zu schaf­fen und 
  3. lang­fris­tig bes­ser über den Input zu haushalten. 

Wenn du kei­nen Müll rein lässt – musst du weni­ger auf­räu­men. Oder anders gesagt:

Soll dein Kopf voll Müll oder voll mit Glit­zer sein? 😉

Du hast immer die Wahl. Jeden Tag kannst du neu ent­schei­den, was du in dei­nen Kopf und in dein Haus lässt. Du kannst dich ent­schei­den zu sagen: 

NEIN, du bleibst draußen. 

Ohne schlech­tes Gewissen. 

Wenn du Klar­heit gewon­nen hast, wird es dir sehr leicht fal­len, NEIN zu sagen. Es wird leicht sein, weil dein Fokus laser­scharf sein wird, aus­ge­rich­tet auf die wesent­li­chen Schrit­te und Vor­gän­ge. Alles, was drum­her­um ist, wird ver­blas­sen und optional.

Wir wer­den jetzt Schritt für Schritt alles, was sich an Zeug ange­sam­melt hat: sam­meln, aus­mis­ten, sor­tie­ren und in kon­kre­te To-Do’s umwandeln.

Ich ori­en­tie­re mich in mei­nem Vor­ge­hen an der welt­weit aner­kann­ten Get­ting Thins Done®-Metho­de von David Allen, genau­er: an den 5 Stu­fen Arbeits­ab­läu­fe zu meistern:

Get­ting Things Done® and GTD® sind regis­trier­te Mar­ken der David Allen Company. 
  1. Inven­tur
    - Alle Auf­ga­ben zusammentragen;
  2. Fil­tern
    - Die Auf­ga­ben eti­ket­tie­ren nach Prio­ri­tät, Wich­tig­keit, Dele­gier­bar­keit, Sta­tus und Auf­ga­ben­typ;
    - Tren­nen zwi­schen Ter­mi­nen und Aufgaben;
  3. Orga­ni­sie­ren
    – Auf­ga­ben ent­spre­chen­den Lis­ten zuwei­sen und in Ord­nern, Boards, Apps, BuJos, u.ä. organisieren;
  4. Pla­nen
    – Auf­ga­ben mit­hil­fe von Akti­ons- bzw. Nächs­te Schrit­te-Lis­ten und eines per­sön­li­chen Kana­ban-Boards Schritt für Schritt abarbeiten;
  5. Feed­back
    – Regel­mä­ßig den Sta­tus der Auf­ga­ben über­prü­fen und sein Vor­ge­hen, die Lis­ten und die Pla­nung ana­ly­sie­ren und wenn nötig indi­vi­du­ell anpas­sen.

Begin­nen tun wir mit einer INVEN­TUR des Kop­fes.

Auf geht’s in dein neu­es Leben! 😀

Die Ideen in die­ser Arti­kel-Serie basie­ren auf den Metho­den und Prin­zi­pi­en, die David Allen in sei­nem legen­dä­ren Buch Get­ting Things Done® vor­stellt. Ich rei­ße die ein­zel­nen Ele­men­te der Metho­de nur an und prä­sen­tie­re sie in bereits modi­fi­zier­ter, ergänz­ter und auf das digi­ta­le Zeit­al­ter ange­pass­ter Form. Wer die Metho­de David Allens an sich und in ihrer Ganz­heit ver­ste­hen und anwen­den will, dem emp­feh­le ich, sich das Buch zu kau­fen und es zu stu­die­ren. Es wird sich in jedem Fall auszahlen.

Kopf frei kriegen – Schritt 2: Ordnen

Ordnen, sichten und kürzeln“

Was ist damit zu tun?

Unser Ziel

IST: Mit die­sem Schritt trennst du die Spreu vom Wei­zen. Die Leit­fra­ge ist: Wor­um han­delt es sich? Muss ich etwas tun.

Motivation / wünschenswertes Ergebnis

Nur WICH­TI­GES bleibt, alles, was kei­ne Hand­lung von dir erfor­dert, ver­schwin­det von der Lis­te! Alle ande­ren Auf­ga­ben bekom­men Kon­tur und wer­den dadurch planbar. 

Aufgabe

Als ers­tes prüfst du, wo du kon­kret etwas tun musst. Indem du anschlie­ßend Auf­ga­ben dele­gierst, die nicht zwangs­läu­fig von dir selbst erle­digt wer­den müs­sen und Ter­mi­ne sowie ter­min­ge­bun­de­ne Auf­ga­ben in dei­nen Kalen­der ein­trägst, ver­rin­gerst bereits effek­tiv lose Enden. 

Bevor du dei­ne Wasch­ma­schi­ne packst, sor­tierst du dei­ne Klei­dung (bes­ten­falls) vor: nach Far­ben, nach Mate­ri­al, nach Ver­schmut­zungs­grad. Das­sel­be tun wir jetzt auch. 

Es wäre Irr­sinn die Lis­te SO WIE SIE IST abar­bei­ten zu wol­len *Gän­se­haut krieg*- so etwas soll­test du nie wie­der tun 😉 

Der Zweck der Lis­te ist ja, einen Über­blick zu bekom­men und das Gan­ze zu sichten. 

Kopf frei kriegen – Schritt 1: Sammeln

Sammeln, Sammeln, Sammeln

Was ist es?

Unser Ziel:

Mit die­sem Schritt ver­schaffst du dir einen Über­blick über das Cha­os in dei­nem Kopf. 

Motivation / wünschenswertes Ergebnis:

Du weißt ganz genau, dass nichts mehr irgend­wo“ lauert.
Mit jedem Punkt mehr auf der Lis­te, bekommt die schein­bar unend­li­che Mas­se an Auf­ga­ben eine klar umgrenz­te, über­schau­ba­re Form.

Aufgabe:

Dafür musst du aus­nahms­los ALLE Ange­le­gen­hei­ten (= Ener­gie­vam­pi­re), die dei­ne Auf­merk­sam­keit bean­spru­chen erfassen. 

Dein Kopf ist eine Mülltonne

Ein Tag mag sich für dich schon lan­ge anfüh­len wie der ande­re. Höchst­wahr­schein­lich steckst du im Hams­ter­rad fest. Du arbei­test nur noch Lis­ten ab. Kon­kre­te oder ima­gi­nä­re. Meist kon­tur­lo­se, dif­fu­se Anein­an­der­rei­hun­gen an unsor­tier­ten To Do’s.
Es ist müh­sam und du fühlst dich schwer wie Blei. Kein Ende in Sicht und täg­lich kommt etwas Neu­es hin­zu. Ein Ter­min, eine E‑Mail, etwas zu repa­rie­ren, das noch absa­gen und dar­an noch den­ken. Puh. Dein Kopf ist am explo­die­ren, du bist unauf­merk­sam und ein­fach über­for­dert. Schluss damit! Ich zei­ge dir wie.

Beherr­sche dei­nen Geist,
oder er wird dich beherr­schen.Horaz

Jeden Tag fun­giert unser Kopf als Müll­ton­ne, in die wir wahl­los alles hineinwerfen. 

Es wäre ja auch Sisy­phus­ar­beit jedes die­ser zehn­tau­send Infor­ma­ti­ons­hap­pen und Ange­le­gen­hei­ten, die wir so auf­neh­men, erst zu ana­ly­sie­ren und zu bewer­ten. Wir wür­den mor­gens nicht mal aus dem Bett kommen.

Damit wir nicht ver­hun­gern und lebens­fä­hig blei­ben, hat das Gehirn bereits Fil­ter instal­liert und greift auf Heu­ris­ti­ken, sog. Faust­re­geln, zurück (unse­re Welt­bil­der, Grund­ein­stel­lun­gen, Glau­bens­sät­ze, unse­re Vor­stel­lungs­welt, Vor­lie­ben, Dok­tri­nen, usw.).

Die sor­tie­ren schon mal die von außen kom­men Rei­ze etwas vor.

Den­noch kom­men vie­le Rei­ze und Infor­ma­tio­nen durch.

Und man­che Din­ge haben es sich schön gemüt­lich gemacht. Näm­lich all die Din­ge und Ange­le­gen­hei­ten, die wir erle­di­gen und eben im Kopf behal­ten müs­sen“:

  • Uner­le­dig­tes Zeug
  • Ver­pflich­tun­gen (beruf­lich & privat)
  • Gedan­ken (nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze, Ideen, Wün­sche, Ängs­te (Kopf­ki­no), Sor­gen (nega­ti­ve Gedankenspiralen))
  • Pro­jek­te (beruf­lich & privat)
  • Geburts­ta­ge, Hoch­zei­ten, Jubiläen
  • Papier­kram
  • Usw.
Was pas­siert mit die­sen Din­gen, die dei­ne AUF­MERK­SAM­KEIT bestän­dig auf sich ziehen?

Nun, dein Kopf wür­de es auch ger­ne wissen 😉

Von vollen Köpfen und losen Enden

Alles, was du besitzt, besitzt auch dich.

Las­sen wir das erst ein­mal sacken.

Das Zeug, das deine Lebensenergie auffrisst

So sieht’s aus.

Alles, was du an Zeug“ im Haus hast, besitzt ein Stück dei­ner Auf­merk­sam­keit, schon allei­ne, weil es da ist. Hin­zu kommt die Instand­hal­tung und die War­tung die­ses Zeugs.

Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass auch jede Idee in dei­nem Kopf, die da ein­fach hin­ein­ge­wor­fen und ver­ges­sen wur­de (sich aber spo­ra­disch durch ver­zwei­fel­tes hoch­stram­peln zurück in dein Bewusst­sein kämpft, um kurz hal­lo, hast du mich ver­ges­sen?“ zu rufen und wie­der in den Untie­fen dei­nes Unter­be­wusst­seins zu ver­schwin­den), sich von dei­ner (begrenz­ten) Ener­gie (= Auf­merk­sam­keit) ernährt.

Selbst­ver­ständ­lich auch jedes To-Do, bei denen du noch nicht ent­schie­den hast, wann und wie du es erle­di­gen sollst.

Jeder Ter­min und jede Ver­pflich­tung, auf die du kei­ne Lust hast und gegen deren Exis­tenz du inner­lich ankämpfst, obwohl du nichts dran ändern kannst.

Ganz zu schwei­gen von den gan­zen Päck­chen, die wir zu tra­gen haben, und ich spre­che noch nicht mal von den ver­dräng­ten und gaaaa­anz tief ins ver­meint­li­che Nir­va­na“ unse­res Unter­be­wusst­sein verschobenen.

Für die kannst du von dei­ner Gesamt­ener­gie pro Tag erst­mal direkt 10 Pro­zent abzie­hen. Ups.

Wie alles begann oder mein Leben ohne To-Do-Listen

Wie alles begann

Woher ich kam

Seit mei­ner Schul­zeit bis zum Ende mei­nes Stu­di­ums war ich der ehr­gei­zi­ge“ Typ. Alle Leh­rer lob­ten stets mei­nen Fleiß, mei­nen Ehr­geiz, mei­ne Aus­dau­er und mei­ne all­ge­mein hohe Arbeits­mo­ral. Obwohl ich mich münd­lich so gut wie nie am Unter­richt betei­lig­te, hat­te ich immer gute Noten.

Ich habe immer 120% gege­ben.

Ich war bei einer Klau­sur immer die letz­te, die noch da saß und die Mit­tags­pau­se der armen Leh­rer ver­kürz­te. Die letz­ten Meter waren für mich immer die schlimmsten.

Ich habe da näm­lich noch eine – an sich sehr lobens­wer­te – Eigen­schaft: ich bin gründ­lich und ver­bis­sen.

Sisy­phus-Arbeit?

Für mich kein The­ma. Ich bin detail-ver­ses­sen.

Ich gehe erst, wenn die Arbeit erle­digt ist.

Ich unter­bre­che erst dann eine unvoll­ende­te Auf­ga­be, wenn man mich mit Gewalt davon abbringt. #ver­bis­sen­heit #stur­heit

Essen? Schla­fen? Trin­ken? Auf’s Klo gehen?

Das wur­de solan­ge unter­drückt und aus­ge­hal­ten, wie das Gehirn noch ansatz­wei­se funk­ti­ons­fä­hig war… 

Ich bin gründlich | Margarita Gross

Mein größter Stolperstein

Mei­ne 120% haben am Ende der Schul­zeit aber nicht mehr wirk­lich gereicht, um mei­ne man­geln­de münd­li­che Mit­ar­beit (#intro­vert) und mei­ne feh­len­den Lern­stra­te­gien aus­zu­glei­chen. Ja, ich hab’s tat­säch­lich mit guten Noten bis in die Ober­stu­fe geschafft, bis mir auf­leuch­te­te, war­um ich trotz mei­ner Wiss­be­gier, mei­nes Eifers, mei­ner schnel­len Auf­fas­sungs­ga­be und hun­der­ten von Büchern (Hes­se, Th. Mann, Nietz­sche, Scho­pen­hau­er, Kant, C. G. Jung u.v.m.), die ich gele­sen hat­te, nicht sehr gute“ Noten hatte. 

Da lös­te sich auch der ner­vi­ge Kno­ten, der ewi­ge Wider­spruch im Kopf, dass ich mich einer­seits schon als Klein­kind als intel­li­gent“ wahr­ge­nom­men hat­te, ande­rer­seits aber Mit­schü­ler, die defi­ni­tiv nicht sehr intel­li­gent waren, zum Teil bes­se­re Noten hat­ten als ich. Es war so ein­fach wie ernüch­ternd und zu spät: der Grund war mei­ne (nicht vor­han­de­ne) Lern­me­tho­de.

War­um schrei­be ich das hier so ausführlich?

Nein, nicht weil ich damit ange­ben möch­te. Und auch nicht, um mich demons­tra­tiv klein zu machen. Son­dern weil es ein zen­tra­ler Punkt für den Ver­lauf der letz­ten Jah­re mei­nes Lebens ist und der Grund, wes­halb ich größ­ten­teils mit gro­ßem Bedau­ern auf sie zurückblicke.

Mit man­geln­der Lern­me­tho­de“ mei­ne ich zwei Din­ge, die bei­de mit meiner: 

  1. 1. mei­ne Unfä­hig­keit, Gele­se­nes mit eige­nen Wor­ten zusammenzufassen
  2. und 2. mei­nem Unwil­len das­sel­be mit­tels der Metho­de des Fra­gen­stel­lens zu tun.
  3. Das ist alles. As simp­le as that.

    Photo by Debby Hudson on Unsplash

    DAS ist der größ­te Stol­per­stein mei­nes Lebens.

    Um genau zu sein, bin ich in der Mit­tel­stu­fe gestol­pert“ über die­se Anwei­sung mei­ner geschätz­ten Leh­rer und habe sie igno­riert – aus purer Igno­ranz: ich dach­te, mei­ne Metho­de“ sei bes­ser.

    War­um soll­te ich Zeit ver­schwen­den“ Absät­ze in eige­nen Wor­ten zusam­men­zu­fas­sen, wenn ich statt­des­sen ein­fach den gesam­ten Text aus­wen­dig ler­nen konnte?

    Dadurch, dass ich die Bega­bung habe, in kur­zer Zeit meh­re­re Sei­ten Text aus­wen­dig zu ler­nen, habe ich mich nicht damit abge­müht, das Gele­se­ne zu ver­dau­en und in eige­nen Wor­ten wiederzugeben.

    Doch damit das Gehirn etwas abspei­chert, muss man sich mit die­sem Etwas, dem Stoff, dem INHALT, beschäf­ti­gen. Das Neue muss es an vor­han­de­nem Wis­sen ando­cken. Und das kann es nur, wenn wir es in die Hand bzw. das Gehirn neh­men“, es anfas­sen, kne­ten, von allen Sei­ten betrach­ten, es mit vor­han­de­nen ande­ren Wis­sens­bau­stei­nen kom­bi­nie­ren. Kurz: Wenn wir es durch und durch ver­daut“ und ver­stan­den haben. Erst dann wird es zu dei­nem Wis­sen. Erst dann kannst du mit den ein­zel­nen, neu gewon­ne­nen Wis­sens­bau­stei­nen jon­glie­ren und dei­ne neu­en Erkennt­nis­se auch ande­ren in ver­dau­li­cher Form präsentieren. 

    So baut man Schritt für Schritt aus ein­zel­nen Wis­sens­bau­stei­nen ein immer fili­gra­ner wer­den­des, bun­tes, indi­vi­du­el­les Wis­sens-Gebäu­de. Hat man das ver­stan­den, kann man belie­big vie­le Infor­ma­tio­nen in Null­kom­ma­nix abspei­chern. Und je mehr man weiß, umso mehr Andock­stel­len in Form von Vor­wis­sen, gibt es und umso schnel­ler kann man sich neu­es Wis­sen aneignen.

    Das, was ich mach­te, nennt man so schön Buli­mie-Ler­nen“. Rein und wie­der raus. 

    Da kann man noch so intel­li­gent sein und noch so vie­le Bücher lesen und pas­si­ves Wis­sen anhäu­fen – man kann sich bei Bedarf nicht mehr gedank­lich damit aus­ein­an­der­set­zen und es wer­den kei­ne neu­en, frucht­ba­ren Gedan­ken ange­sto­ßen.

    So hat­te ich 8 Jah­re lang geplant einen Blog zu machen, aber es durch mei­ne unstruk­tu­rier­te Art zu schrei­ben und mei­ne Unfä­hig­keit das Wis­sen aus gele­se­nen Büchern in eige­nen Wor­ten unters Volk zu brin­gen, nie zu hilf­rei­chen oder inspi­rie­ren­den (oder über­haupt wel­chen) Bei­trä­gen geschafft.

    In den letz­ten Jah­ren habe ich mich dann nur noch mit den The­men befasst, 

    • Wie man sich bes­ser merkt was man liest.
    • Wie man bes­ser schreibt.
    • Und wie man Struk­tur in sein Den­ken und Schrei­ben (und Leben) bringt.

    Die­ser Blog ist nun gleich­zei­tig die Ver­wirk­li­chung mei­nes Her­zens­wun­sches und die Pro­be aufs Exempel. 

    Doch ich grei­fe vor, daher erst ein paar Schrit­te zurück:

    Neurotische Zwänge

    Unter ande­ren Umstän­den (wenn ich gelernt hät­te, Tex­te in eige­nen Wor­ten zusam­men­zu­fas­sen und so auch den Inhalt eines Tex­tes schnel­ler und bes­ser zu erfas­sen), wäre ich mit mei­nen bei­den her­vor­ste­chends­ten Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten: Gründ­lich­keit und Per­fek­tio­nis­mus, weit gekommen. 

    So hat­te ich jedoch erst recht gro­ße Schwie­rig­kei­ten in Fächern wie Deutsch und Geschich­te recht­zei­tig zum Ende“ zu kom­men. Wenn ich Tex­te ana­ly­siert habe, dann Wort für Wort, Kom­ma für Kom­ma… Mei­ne Ana­ly­sen wur­den zwar immer gelobt, jedoch bekam ich kei­ne 15 Punk­te mehr. 

    Ich hat­te ein­fach nie genug Zeit“ für die letz­te und anspruchs­volls­te Aufgabe.


    Wäh­rend des Stu­di­ums hat­te ich mit den Klau­su­ren trotz allem erst­mal kei­ne Pro­ble­me, weil ich die The­men vor­her schon kann­te und zum Teil gan­ze Ana­ly­sen zu Hau­se vor­be­rei­ten und aus­wen­dig ler­nen konnte. 

    Photo by Green Chameleon on Unsplash

    Aller­dings mach­ten mir zwei wei­te­re Eigen­schaft das Leben schwer: 1. mei­ne Unfä­hig­keit, Auf­ga­ben, die nicht voll­endet oder per­fekt“ erle­digt waren, zu unter­bre­chen.

    An einer Haus­ar­beit saß ich wochen­lang von mor­gens bis abends.

    Nicht, weil ich so unfä­hig war oder mit dem Stoff über­for­dert. Im Gegen­teil. Schon der ers­te Ent­wurf des Inhalts­ver­zeich­nis­ses glich vom Anspruch her der Ein­lei­tung einer Dok­tor­ar­beit (so der Kom­men­tar mei­nes Professors).

    2. Es mach­te mich wahn­sin­nig, kür­zen und ein The­ma auf einen ein­zel­nen Aspekt beschrän­ken zu müs­sen (immer­hin das gan­ze Ziel einer Hausarbeit).

    Diagnose: chronischer Zeitmangel

    Fol­gen­de Punk­te waren letzt­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass mein Leben 10 Jah­re lang von Stress, Angst und einem star­ken inne­ren Unru­he­ge­fühl geprägt war:

Innere Ruhe finden mit Meditation | © Margarita Gross

Wie ich meine innere Ruhe wiedergefunden habe

Auf den fol­gen­den Sei­ten möch­te ich mit dir tei­len, wel­che Schrit­te ich unter­nom­men habe, um eine Inven­tur mei­nes Lebens durch­zu­füh­ren: den Müll raus­zu­schmei­ßen, die Essenz zu behal­ten. Mein Leben ein für alle mal zu ord­nen, zu orga­ni­sie­ren und wie­der ins Gleich­ge­wicht zu bringen.

Schließ­lich: um unter all dem äuße­ren und vor allem inne­ren Cha­os end­lich zu mir selbst zu fin­den.

Hil­fe, ich glau­be, mein Kopf explodiert!

Kennst du die­sen Moment, wenn dir alles ein­fach zu viel wird und du am liebs­ten alles ste­hen und lie­gen las­sen und weg­lau­fen würdest? 

Wenn dir alles über den Kopf wächst?

  • Uner­le­dig­tes
  • Haus­halt
  • Sor­gen
  • Ängs­te
  • Bezie­hung

Ich glau­be, das Jahr 2015 war ein Jahr, in dem es beson­ders vie­len so erging. Zumin­dest las­sen die zum The­ma wie ord­ne und orga­ni­sie­re ich mein Leben“ explo­die­ren­den Blog­posts und You­Tube-Vide­os im ver­gan­ge­nen in die­sem Jahr dar­auf schließen. 

Im glei­chen Zug wur­de auch der Mini­ma­lis­mus“ als Lebens­stil und Phi­lo­so­phie sehr popu­lär. Nicht zuletzt hat Marie Kon­do den Vogel abge­schos­sen mit der in ihrem Buch Magic Clea­ning beschrie­be­nen Kon­ma­ri-Metho­de“.

Sehr grob geht’s dar­um: nimm JEDES Ding in dei­nem Haus in die Hand und fra­ge dich: macht es mich glücklich?“

Wenn ja: behal­ten.
Wenn nein: weg damit.

Das­sel­be kann man auch mit Com­pu­ter-Datei­en machen oder mit Gedan­ken .

In den fol­gen­den Posts wer­de ich dir Schritt für Schritt zei­gen, wie es es gemacht habe. 

Wenn du dir einen schnel­len Über­blick ver­schaf­fen willst, fan­ge hier an:

Wenn du eine Sta­ti­on genau­er betrach­ten willst, dann kli­cke auf die ein­zel­nen Beiträge.

Wenn dich mei­ne phi­lo­so­phi­schen Gedan­ken zum The­ma inter­es­sie­ren, geht’s hier entlang. 

Lohnt es sich, das alles zu lesen? Bringt mir das wirk­lich was?“

Eine GUTE Frage! 

Zeit ist kost­bar, ich bin immer dafür Prio­ri­tä­ten zu set­zen und die uns ver­blei­ben­den Stun­den auf der Erde wei­se einzusetzen.

Dar­um schau, ob du dich in den fol­gen­den Punk­ten wie­der­fin­dest. Ist das der Fall, dann wird dir die INVEN­TUR dei­nes Kop­fes und Hau­ses 100%ig helfen.


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