FreiSein

– werde leicht –

Kategorie: Allgemein

Peng! Du bist keine Maschine

PENG!

Es gibt Men­schen, die sind so ziel­fi­xiert, dass sie, wenn sie an einer Auf­ga­be dran sind, alles um sich her­um ver­ges­sen — ein­schließ­lich ihrer selbst als orga­ni­sches Wesen, das bio­lo­gi­schen Geset­zen unter­wor­fen ist. Sie han­geln sich prak­tisch von Kaf­fee zu Kaffee…

FAQ Fruchtbarkeit

Die­ser Bei­trag ist noch in Arbeit, im neu­en Jahr geht’s hier weiter 🙂

Wie alles begann oder mein Leben ohne To-Do-Listen

Wie alles begann

Woher ich kam

Seit mei­ner Schul­zeit bis zum Ende mei­nes Stu­di­ums war ich der „ehr­gei­zi­ge“ Typ. Alle Leh­rer lob­ten stets mei­nen Fleiß, mei­nen Ehr­geiz, mei­ne Aus­dau­er und mei­ne all­ge­mein hohe Arbeits­mo­ral. Obwohl ich mich münd­lich so gut wie nie am Unter­richt betei­lig­te, hat­te ich immer gute Noten.

Ich habe immer 120% gege­ben.

Ich war bei einer Klau­sur immer die letz­te, die noch da saß und die Mit­tags­pau­se der armen Leh­rer ver­kürz­te. Die letz­ten Meter waren für mich immer die schlimmsten.

Ich habe da näm­lich noch eine – an sich sehr lobens­wer­te – Eigen­schaft: ich bin gründ­lich und ver­bis­sen.

Sisy­phus-Arbeit?

Für mich kein The­ma. Ich bin detail-ver­ses­sen.

Ich gehe erst, wenn die Arbeit erle­digt ist.

Ich unter­bre­che erst dann eine unvoll­ende­te Auf­ga­be, wenn man mich mit Gewalt davon abbringt. #ver­bis­sen­heit #stur­heit

Essen? Schla­fen? Trin­ken? Auf’s Klo gehen?

Das wur­de solan­ge unter­drückt und aus­ge­hal­ten, wie das Gehirn noch ansatz­wei­se funk­ti­ons­fä­hig war… 

Ich bin gründlich | Margarita Gross

Mein größter Stolperstein

Mei­ne 120% haben am Ende der Schul­zeit aber nicht mehr wirk­lich gereicht, um mei­ne man­geln­de münd­li­che Mit­ar­beit (#intro­vert) und mei­ne feh­len­den Lern­stra­te­gien aus­zu­glei­chen. Ja, ich hab’s tat­säch­lich mit guten Noten bis in die Ober­stu­fe geschafft, bis mir auf­leuch­te­te, war­um ich trotz mei­ner Wiss­be­gier, mei­nes Eifers, mei­ner schnel­len Auf­fas­sungs­ga­be und hun­der­ten von Büchern (Hes­se, Th. Mann, Nietz­sche, Scho­pen­hau­er, Kant, C. G. Jung u.v.m.), die ich gele­sen hat­te, nicht „sehr gute“ Noten hatte. 

Da lös­te sich auch der ner­vi­ge Kno­ten, der ewi­ge Wider­spruch im Kopf, dass ich mich einer­seits schon als Klein­kind als „intel­li­gent“ wahr­ge­nom­men hat­te, ande­rer­seits aber Mit­schü­ler, die defi­ni­tiv nicht sehr intel­li­gent waren, zum Teil bes­se­re Noten hat­ten als ich. Es war so ein­fach wie ernüch­ternd und zu spät: der Grund war mei­ne (nicht vor­han­de­ne) Lern­me­tho­de.

War­um schrei­be ich das hier so ausführlich?

Nein, nicht weil ich damit ange­ben möch­te. Und auch nicht, um mich demons­tra­tiv klein zu machen. Son­dern weil es ein zen­tra­ler Punkt für den Ver­lauf der letz­ten Jah­re mei­nes Lebens ist und der Grund, wes­halb ich größ­ten­teils mit gro­ßem Bedau­ern auf sie zurückblicke.

Mit „man­geln­der Lern­me­tho­de“ mei­ne ich zwei Din­ge, die bei­de mit meiner: 

  1. 1. mei­ne Unfä­hig­keit, Gele­se­nes mit eige­nen Wor­ten zusammenzufassen
  2. und 2. mei­nem Unwil­len das­sel­be mit­tels der Metho­de des Fra­gen­stel­lens zu tun.
  3. Das ist alles. As simp­le as that.

    Photo by Debby Hudson on Unsplash

    DAS ist der größ­te Stol­per­stein mei­nes Lebens.

    Um genau zu sein, bin ich in der Mit­tel­stu­fe „gestol­pert“ über die­se Anwei­sung mei­ner geschätz­ten Leh­rer und habe sie igno­riert — aus purer Igno­ranz: ich dach­te, mei­ne „Metho­de“ sei bes­ser.

    War­um soll­te ich „Zeit ver­schwen­den“ Absät­ze in eige­nen Wor­ten zusam­men­zu­fas­sen, wenn ich statt­des­sen ein­fach den gesam­ten Text aus­wen­dig ler­nen konnte?

    Dadurch, dass ich die Bega­bung habe, in kur­zer Zeit meh­re­re Sei­ten Text aus­wen­dig zu ler­nen, habe ich mich nicht damit abge­müht, das Gele­se­ne zu ver­dau­en und in eige­nen Wor­ten wiederzugeben.

    Doch damit das Gehirn etwas abspei­chert, muss man sich mit die­sem Etwas, dem Stoff, dem INHALT, beschäf­ti­gen. Das Neue muss es an vor­han­de­nem Wis­sen ando­cken. Und das kann es nur, wenn wir es „in die Hand bzw. das Gehirn neh­men“, es anfas­sen, kne­ten, von allen Sei­ten betrach­ten, es mit vor­han­de­nen ande­ren Wis­sens­bau­stei­nen kom­bi­nie­ren. Kurz: Wenn wir es durch und durch „ver­daut“ und ver­stan­den haben. Erst dann wird es zu dei­nem Wis­sen. Erst dann kannst du mit den ein­zel­nen, neu gewon­ne­nen Wis­sens­bau­stei­nen jon­glie­ren und dei­ne neu­en Erkennt­nis­se auch ande­ren in ver­dau­li­cher Form präsentieren. 

    So baut man Schritt für Schritt aus ein­zel­nen Wis­sens­bau­stei­nen ein immer fili­gra­ner wer­den­des, bun­tes, indi­vi­du­el­les Wis­sens-Gebäu­de. Hat man das ver­stan­den, kann man belie­big vie­le Infor­ma­tio­nen in Null­kom­ma­nix abspei­chern. Und je mehr man weiß, umso mehr Andock­stel­len in Form von Vor­wis­sen, gibt es und umso schnel­ler kann man sich neu­es Wis­sen aneignen.

    Das, was ich mach­te, nennt man so schön „Buli­mie-Ler­nen“. Rein und wie­der raus. 

    Da kann man noch so intel­li­gent sein und noch so vie­le Bücher lesen und pas­si­ves Wis­sen anhäu­fen — man kann sich bei Bedarf nicht mehr gedank­lich damit aus­ein­an­der­set­zen und es wer­den kei­ne neu­en, frucht­ba­ren Gedan­ken ange­sto­ßen.

    So hat­te ich 8 Jah­re lang geplant einen Blog zu machen, aber es durch mei­ne unstruk­tu­rier­te Art zu schrei­ben und mei­ne Unfä­hig­keit das Wis­sen aus gele­se­nen Büchern in eige­nen Wor­ten unters Volk zu brin­gen, nie zu hilf­rei­chen oder inspi­rie­ren­den (oder über­haupt wel­chen) Bei­trä­gen geschafft.

    In den letz­ten Jah­ren habe ich mich dann nur noch mit den The­men befasst, 

    • Wie man sich bes­ser merkt was man liest.
    • Wie man bes­ser schreibt.
    • Und wie man Struk­tur in sein Den­ken und Schrei­ben (und Leben) bringt.

    Die­ser Blog ist nun gleich­zei­tig die Ver­wirk­li­chung mei­nes Her­zens­wun­sches und die Pro­be aufs Exempel. 

    Doch ich grei­fe vor, daher erst ein paar Schrit­te zurück:

    Neurotische Zwänge

    Unter ande­ren Umstän­den (wenn ich gelernt hät­te, Tex­te in eige­nen Wor­ten zusam­men­zu­fas­sen und so auch den Inhalt eines Tex­tes schnel­ler und bes­ser zu erfas­sen), wäre ich mit mei­nen bei­den her­vor­ste­chends­ten Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten: Gründ­lich­keit und Per­fek­tio­nis­mus, weit gekommen. 

    So hat­te ich jedoch erst recht gro­ße Schwie­rig­kei­ten in Fächern wie Deutsch und Geschich­te recht­zei­tig „zum Ende“ zu kom­men. Wenn ich Tex­te ana­ly­siert habe, dann Wort für Wort, Kom­ma für Kom­ma… Mei­ne Ana­ly­sen wur­den zwar immer gelobt, jedoch bekam ich kei­ne 15 Punk­te mehr. 

    Ich hat­te ein­fach „nie genug Zeit“ für die letz­te und anspruchs­volls­te Aufgabe.


    Wäh­rend des Stu­di­ums hat­te ich mit den Klau­su­ren trotz allem erst­mal kei­ne Pro­ble­me, weil ich die The­men vor­her schon kann­te und zum Teil gan­ze Ana­ly­sen zu Hau­se vor­be­rei­ten und aus­wen­dig ler­nen konnte. 

    Photo by Green Chameleon on Unsplash

    Aller­dings mach­ten mir zwei wei­te­re Eigen­schaft das Leben schwer: 1. mei­ne Unfä­hig­keit, Auf­ga­ben, die nicht voll­endet oder „per­fekt“ erle­digt waren, zu unter­bre­chen.

    An einer Haus­ar­beit saß ich wochen­lang von mor­gens bis abends.

    Nicht, weil ich so unfä­hig war oder mit dem Stoff über­for­dert. Im Gegen­teil. Schon der ers­te Ent­wurf des Inhalts­ver­zeich­nis­ses glich vom Anspruch her der Ein­lei­tung einer Dok­tor­ar­beit (so der Kom­men­tar mei­nes Professors).

    2. Es mach­te mich wahn­sin­nig, kür­zen und ein The­ma auf einen ein­zel­nen Aspekt beschrän­ken zu müs­sen (immer­hin das gan­ze Ziel einer Hausarbeit).

    Diagnose: chronischer Zeitmangel

    Fol­gen­de Punk­te waren letzt­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass mein Leben 10 Jah­re lang von Stress, Angst und einem star­ken inne­ren Unru­he­ge­fühl geprägt war:

Wie ich Ordnung in mein Leben brachte – Teil 3

Innere Ruhe finden mit Trello | © Margarita Gross

Nach­dem ich bereits seit über einem Jahr ver­such­te, mich mit­tels Life Plan­ner und dem Bul­let Jour­nal nach der GTD-Metho­de zu orga­ni­sie­ren, gab es immer noch Berei­che und Auf­ga­ben, die mir Kopf­schmer­zen berei­te­ten. Ein Bereich was das Blog­gen. Ich habe etli­che Lis­ten mit Blog-The­men, die sich sta­pel­ten, im Life Plan­ner wie auch in OneNote und sogar in mei­nem Notiz­block, den ich immer bei mir habe. 

Die­se end­los lan­gen Lis­ten über­for­der­ten mich. Sie waren zwar raus aus mei­nem Kopf, aber immer noch da — und es war unklar für wie lan­ge noch, denn der „nächs­te Schritt“ war so nicht definierbar.

Ich wuss­te, so konn­te es nicht wei­ter­ge­hen.

Doch ich hat­te die­se Blo­cka­de. Ich wuss­te nicht, wo ich bit­te anfan­gen soll. Dazu kam, dass wir noch an einem wei­te­ren Kurs und einem wei­te­ren grö­ße­ren Pro­jekt saßen. 

Ich habe schon zu Redak­ti­ons­plä­nen recher­chiert, aber die Vor­schlä­ge über­zeug­ten mich nicht. Excel ist zwar ganz nett dafür, aber ein­fach nicht mein Ding. Ich kann nur von mei­nem PC dar­auf zugrei­fen, ich kann sie nicht mit mei­nem Part­ner tei­len, ich kann nicht mit Far­ben und Schlag­wör­tern arbeiten. 

Doch eines Tages, ganz unver­mit­telt, sah ich bei Face­book die­sen Bei­trag von Katha­ri­na Lewald. Weil ich ihre infor­ma­ti­ve Art zu schrei­ben moch­te, bin ich dem Link gefolgt, statt den Bei­trag wie üblich nur zu über­flie­gen („weiß ich schon, kenn ich, bestimmt wie­der nur Wer­bung, sicher zu kom­pli­ziert, brauch ich nicht…“).

Unter Punkt #8 fand ich dann genau das, wonach ich solan­ge gesucht habe: ein Tool bzw. eine Pro­jekt­ma­nage­ment-Soft­ware, die sich ein­fach per­fekt für Redak­ti­ons­plä­ne eignete. 

Ich muss­te nur den Screen­shot sehen und ich wuss­te: das ist es!!

Ich fol­ge sogleich dem Link zum Redak­ti­ons­plan und fand dort einen ande­ren wun­der­ba­ren Screen­shot. Sofort habe ich mich bei Trel­lo ange­mel­det und mei­ne ers­ten Boards angelegt.

Bei Trel­lo gibt es:

  1. Boards (Ober­the­ma)
  2. Lis­ten (Kate­go­rie, Unterpunkt)
  3. Kar­ten (grö­ße­re Aufgabe).
  4. Inner­halb der Kar­ten: Check­lis­ten
Board 1: Blog-Ideen

Ich habe mir drei Boards zum The­ma „Blog“ ange­legt. Das ers­te Board („Blog-Ideen“) hät­te ich auch weg­las­sen kön­nen und die Ideen wie gehabt im Life-Plan­ner sam­meln. Aller­dings habe ich so oft unter­wegs Ideen, dass es für mich prak­ti­scher ist dafür ein Online-Tool zu nut­zen. Außer­dem habe ich gern alles, wor­an ich jetzt und in naher Zukunft arbei­te, an einem Ort. 

Auf die­ses Board kom­men nun also the­ma­tisch sor­tiert alle mei­ne Ideen. Zur Zeit habe ich 30 Lis­ten mit Ideen zu mei­nem Haupt-Blog. Hier ein Beispiel: 

Innere Ruhe finden mit Trello – Boards| © Margarita Gross

Board 2: Editorial Calendar (Redaktionsplan)

Das sen­sa­tio­nel­le kommt jetzt: das drit­te Board – der Redak­ti­ons­plan. Nun suche ich mir die wich­tigs­ten oder inter­es­san­tes­ten The­men aus und ord­ne sie den Mona­ten zu. So sehe ich auf einen Blick, wel­che Blog-Arti­kel ich in die­sem Monat schrei­ben möch­te.

Die­ses Tool hat mein Leben so viel leich­ter gemacht!

Nach die­sem Mus­ter habe ich auch alle ande­ren Lebens­be­rei­che orga­ni­siert, doch dazu spä­ter. Jeden­falls fühl­te es sich an als wür­de man mir einen blei­schwe­ren Man­tel von den Schul­tern neh­men, die Über­for­de­rung nahm lang­sam ab.

Und das Bes­te ist: man kann den ein­zel­nen Auf­ga­ben-Kar­ten Labels geben, ja — Labels!

Ich ver­wen­de sie auf dem Edi­to­ri­al Calen­dar-Board („XY-Blog“ auf dem Bild), um auf einen Blick zu sehen, wel­che Kate­go­rien ver­tre­ten sind. So kann ich die The­men gleich­ge­wich­te­ter auf die Mona­te ver­tei­len. (Eine wei­te­re Mög­lich­keit Labels zu nut­zen beschrei­be ich wei­ter unten.)

Innere Ruhe finden mit Trello – Listen | © Margarita Gross

Board 3: Aktueller Beitrag (Optional)

Aber es geht noch wei­ter. Ich muss nun zuse­hen, dass ich die monat­li­chen Auf­ga­ben (zu denen ja nicht nur Blog-Arti­kel schrei­ben gehört) sinn­voll auf die Wochen ver­tei­le bzw. zumin­dest auf die kom­men­de. Dafür habe ich ein drit­tes Board ange­legt „Aktu­el­ler Bei­trag“:

Innere Ruhe finden mit Trello – Listen | © Margarita Gross

Auf die­sem Board sehe ich, in wel­chem Sta­di­um sich ein Bei­trag gera­de befin­det. Bei mir durch­läuft ein Bei­trag 6 Sta­di­en, ich über­le­ge noch „Ent­wurf“ mit reinzunehmen:

  1. — Recher­che
  2. — (Ent­wurf)
  3. — In Arbeit (schrei­ben)
  4. — Edi­tie­ren
  5. — Gra­fi­ken, Bilder
  6. — Bewer­ben, Social Media
  7. — Bewer­ben 2

Wow. Es ist also möglich. 

End­lich habe ich den abso­lu­ten Über­blick ohne dass es sich belas­tend oder über­for­dernd anfühlt, son­dern im Gegen­teil. Ich war über­rascht, wie „mach­bar“ alles plötz­lich schien. Das mul­mi­ge Gefühl, das ich sonst ver­spür­te, wenn ich mal wie­der ein neu­es Sys­tem, einen neu­en „Plan“ betrach­te­te, waren weg, weil die unbe­wuss­ten Zwei­fel an dem jewei­li­gen Sys­tem nicht da waren. Nun ist alles nicht nur wun­der­bar geord­net, die Auf­ga­ben sind auch sys­te­ma­tisch abge­legt und ter­mi­niert.

Die­sem Tool, die­sem Sys­tem kann ich voll und ganz vertrauen. 🙂

Board: @ Nächster Schritt

Natür­lich besteht ein Unter­neh­men nicht nur aus einem Blog. Wäh­rend ich für das The­ma Blog gleich 3 Boards ange­legt habe, fas­se ich alle übri­gen The­men in einem Board zusam­men. Das heißt kon­kret: ich behal­te die Kar­ten-Orga­ni­sa­ti­on des Edi­to­ri­al Calen­dars bei.

Ich habe also die Jah­res­zie­le im ers­ten Board und die dar­in ent­hal­te­nen The­men ver­tei­le ich auf die Mona­te (Monats­zie­le).

Hin­zu kom­men noch zwei wei­te­re Boards, die sich als sehr nütz­lich erwie­sen haben: „To-Do die­sen Monat“ und „In Arbeit“. Das sieht dann so aus:

Innere Ruhe finden mit Trello – Karten | © Margarita Gross

Auf die­sem Board ver­zich­te ich auch den ein­zel­nen Auf­ga­ben Kate­go­rien in Form von Labels zuzu­wei­sen. Das ist für mich revo­lu­tio­när. Denn ich kann­te bis dato kei­ne ande­re Metho­de Din­ge und Auf­ga­ben über­sicht­lich zu ord­nen als sie Kate­go­rien zuzu­wei­sen. Woll­te ich sie dann auch noch nach Dead­lines sor­tie­ren, bräuch­te ich X Win­dows-Ord­ner/­Lis­ten/O­neNote-Abschnit­te/­Boards. Soweit kam es nie, statt­des­sen schau­te ich nur peri­odisch rein und die Auf­ga­ben düm­pel­ten so vor sich hin.

Jetzt benut­ze ich Labels, um den Auf­ga­ben einen Sta­tus zuzu­wei­sen.

Zum Bei­spiel:

  • rot: drin­gend
  • gelb: wich­tig
  • grün: noch Zeit
  • blau: abklä­ren
  • lila: noch 1 Schritt
  • grau: nach­fra­gen

Ein wei­te­rer Vor­teil zum Life Plan­ner ist, dass man Auf­ga­ben bzw. Kar­ten ganz ein­fach ver­schie­ben kann — von Lis­te zu Lis­te und von Board zu Board. Außer­dem kann ich grö­ße­re Auf­ga­ben bün­deln, indem ich in einer Kar­te eine Check­lis­te anle­ge. So las­sen sich Teil-Auf­ga­ben und Teil-Zie­le nach­ver­fol­gen ohne dass die all­ge­mei­ne Über­sicht dar­un­ter lei­det. (Dazu gleich mehr.)

Nicht zuletzt nut­ze ich die „Kom­men­tar-Funk­ti­on“ der Kar­ten auch dazu Links dort abzu­le­gen. Wenn ich z.B. auf einer Sei­te etwas lese, dass mich zu einem bestimm­ten Blog-Bei­trag inspi­riert oder wenn ich die Sei­te zwecks Recher­che noch ein­mal auf­su­chen möch­te, dann habe ich sie gleich „griff­be­reit“.

Privates Leben organisieren

Mit Trel­lo kann man nicht nur sein geschäft­li­ches, son­dern natür­lich auch sein pri­va­tes Leben wun­der­bar (ich wür­de sogar sagen, gera­de­zu per­fekt) orga­ni­sie­ren.

Ich hal­te mich aber auch hier an fol­gen­de Listen: 

  • Jah­res­auf­ga­ben
  • In Arbeit
  • To-Do die­sen Monat
  • Jan — März
  • April — Juni
  • Juli — Sept.
  • Okt. — Dez.
  • Viel­leicht / Irgendwann

In die­se Lis­ten kommt ALLES rein, was ich in einem Jahr zu tun geden­ke. Moment, nicht nur „geden­ke“, hier kom­men nur ich wür­de sogar „nächs­te Schrit­te“ rein.

Ich begin­ne das Jahr also mit der Erstel­lung des Boards „Jah­res­auf­ga­ben“.

Da kommt alles rein, was ich in die­sem Jahr an Auf­ga­ben habe, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. 

Als nächs­tes sor­tie­re ich alle Auf­ga­ben aus, die kei­ne beson­ders hohe Prio­ri­tät haben, die kom­men dann auf die ich wür­de sogar „Viel­leicht / Irgendwann“-Liste. Zusätz­lich habe ich noch die­se Listen:

  • @ Mama
  • @ Oma
  • @ Inter­net (Recher­che)
  • @ Freun­de

Die­se Lis­ten spre­chen für sich: hier kommt alles rein, was ich noch mit mei­ner Mut­ter und Oma bespre­chen möch­te oder beim nächs­ten Besuch mit­neh­men oder hin­brin­gen muss, was ich im Inter­net zu tun habe und auch Noti­zen zum letz­ten Gespräch, das ich mit einer Freun­din geführt habe und wel­che Punk­te ich dem­nächst mit ihr bespre­chen möchte. 

Innere Ruhe finden mit Trello – Karten | © Margarita Gross

Ich hat­te auch zunächst eine „Lesen-Lis­te“ auf die­sem Board (alle Bücher, die ich aktu­ell lese). Aller­dings habe ich dar­aus jetzt ein eige­nes Board gemacht. 

Manch­mal, wie bei sich wie­der­ho­len­der Haus­ar­beit, ist es über­sicht­li­cher und prak­ti­scher alle Teil-Auf­ga­ben als Check­lis­te in einer Kar­te auf­zu­füh­ren.

Das heißt, Auf­ga­ben, die monat­lich zu tun sind, z.B. Kühl­schrank put­zen, kom­men als Check­lis­te auf eine Kar­te „Haus­ar­beit monat­lich“. Die­se Kar­te kann man auch als wie­der­keh­ren­de Kar­te anle­gen. Man archi­viert sie dann nicht, son­dern setzt ein­fach das „Due Date“ immer wie­der neu. 

Oder man hat nur eine Kar­te „Haus­ar­beit“ und dar­in legt man drei Check­lis­ten an: 

  • Haus­ar­beit wöchentlich“,
  • Haus­ar­beit monatlich“,
  • Haus­ar­beit wöchentlich“.

Innere Ruhe finden mit Trello – Checklisten | © Margarita Gross

Das­sel­be kann man auch mit Büchern machen, die mal lesen will. 

Ein­fach eine Lis­te „Bücher“ anle­gen und dar­in meh­re­re Check­lis­ten — je eine pro Kategorie.

In die­sem Fall woll­te ich aber ger­ne auf einen Blick sehen, wel­che Bücher ich in wel­cher Kate­go­rie habe, wes­halb ich mich für ein ein­zel­nes Board nur für Bücher ent­schie­den habe:

Innere Ruhe finden mit Trello – Boards | © Margarita Gross

Das ist natür­lich nur eine Mög­lich­keit Trel­lo für pri­va­te Zwe­cke zu nut­zen. Gene­rell ist das Tool mei­ner Mei­nung nach sehr gut mit der GTD-Metho­de ver­ein­bar. Ich wer­de dar­auf sicher in einem zukünf­ti­gen Bei­trag noch wei­ter eingehen. 

Nachtrag:

Mitt­ler­wei­le nut­ze ich Trel­lo auch als Life Plan­ner. Der Pro­zess der Wochen­pla­nung läuft dann in etwa so ab:

  1. Ich schaue in mein Bul­let Jour­nal, was gera­de „in Arbeit“ ist, was ich gege­be­nen­falls auf mor­gen ver­schie­ben muss und was ich viel­leicht kom­plett strei­chen könnte.
  2. Dann neh­me ich in mei­nen Ter­min­ka­len­der und schaue, ob mor­gen wich­ti­ge Ter­mi­ne anste­hen oder eine Deadline.
  3. Als nächs­tes gehe ich auf mein „@ Nächs­te Schritte“-Board (Trel­lo) und schaue, was die­sen Monat ansteht. Dann über­tra­ge ich die Auf­ga­be, die am bes­ten in den Zeit­rah­men passt in mein Bul­let Jour­nal für den nächs­ten Tag.
  4. Möch­te ich einen neu­en Blog-Bei­trag schrei­ben, schaue ich auf das Board „Edi­to­ri­al Calen­dar“, wel­che Blog­ar­ti­kel ich in die­sem Monat schrei­ben wollte.
  5. Ist schon ein Arti­kel in Arbeit, dann schaue ich auf dem Board „Aktu­el­ler Bei­trag“, in wel­chem Sta­di­um sich der Bei­trag befin­det und was als nächs­tes zu tun ist.
  6. Muss ich z.B. einen Bei­trag edi­tie­ren, dann schrei­be ich „XY-Bei­trag edi­tie­ren“ in mein Bul­let Journal.

Soll­te sich am nächs­ten Tag abzeich­nen, dass ich für eine Auf­ga­be doch kei­ne Zeit habe, dann kommt es auf die To-Do-Lis­te für den nächs­ten Tag (im Bul­let Jour­nal!). Zeich­net sich ab, dass ich es wie­der nicht schaf­fe, dann ver­schie­be ich es auf nächs­te Woche. Soll­te etwas län­ger­fris­ti­ges dazwi­schen kom­men, dann wür­de ich die Auf­ga­be in die Trel­lo-Lis­te für den nächs­ten Monat verschieben. 

Was ist mit dir?

Ich hof­fe, ich konn­te dem ein oder ande­ren ein paar Inspi­ra­tio­nen geben, wie man sein Leben gefühlt und prak­tisch (wie­der) etwas mehr in die eige­nen Hän­de neh­men kann. 

Gera­de für Krea­ti­ve, die stän­dig vor Ideen plat­zen und die auch öfter neue Din­ge ange­hen, neue Pro­jek­te star­ten, kur­ze und auch län­ger­fris­ti­ge, ist es wich­tig, ein funk­tio­nie­ren­des Sys­tem zu haben, wie man schnell einen kla­ren Kopf bekommt. 

Wen das alles im Moment immer noch zu auf­wen­dig und kom­pli­ziert ist — klar, sowas braucht zunächst ein­mal Zeit und Pla­nung bevor es einem hilft Zeit zu spa­ren und einen zu ent­las­ten — der kann für’s ers­te ein­fach auf die gute alte „Alles,-was-gerade-in-meinem-Kopf-herumschwirrt-einfach-ohne-Unterbrechung-runterschreiben-Methode“ (auf Eng­lisch etwas kna­cki­ger unter dem Begriff „brain dum­ping“ bekannt) zurückgreifen. 

Und erst danach das Auf­ge­schrie­be­ne spe­zi­el­len Lis­ten zuwei­sen und die ein­zel­nen Punk­te auf der Lis­te in kon­kre­te Hand­lungs­an­wei­sun­gen umformulieren.

Der ers­te Schritt ist dann schon mal getan, und man fängt nicht mit dem Gefühl der Über­for­de­rung an, son­dern hof­fent­lich mit der von Leich­tig­keit, Zuver­sicht und Selbst­ver­trau­en.

Wie sieht es mit dir aus? Hast du schon dein Sys­tem gefun­den? Kann­test du die hier vor­ge­stell­ten Ideen schon, wenn ja, wie hast du sie umgesetzt? 

Oder hast du viel­leicht noch ein paar Tipps und Tricks für mich? Schreib sie unten in die Kom­men­ta­re, ich bin immer offen für neue Anregungen!

Innere Ruhe finden mit Meditation | © Margarita Gross

Wie ich meine innere Ruhe wiedergefunden habe

Auf den fol­gen­den Sei­ten möch­te ich mit dir tei­len, wel­che Schrit­te ich unter­nom­men habe, um eine Inven­tur mei­nes Lebens durch­zu­füh­ren: den Müll raus­zu­schmei­ßen, die Essenz zu behal­ten. Mein Leben ein für alle mal zu ord­nen, zu orga­ni­sie­ren und wie­der ins Gleich­ge­wicht zu bringen.

Schließ­lich: um unter all dem äuße­ren und vor allem inne­ren Cha­os end­lich zu mir selbst zu fin­den.

Hil­fe, ich glau­be, mein Kopf explodiert!

Kennst du die­sen Moment, wenn dir alles ein­fach zu viel wird und du am liebs­ten alles ste­hen und lie­gen las­sen und weg­lau­fen würdest? 

Wenn dir alles über den Kopf wächst?

  • Uner­le­dig­tes
  • Haus­halt
  • Sor­gen
  • Ängs­te
  • Bezie­hung

Ich glau­be, das Jahr 2015 war ein Jahr, in dem es beson­ders vie­len so erging. Zumin­dest las­sen die zum The­ma „wie ord­ne und orga­ni­sie­re ich mein Leben“ explo­die­ren­den Blog­posts und You­Tube-Vide­os im ver­gan­ge­nen in die­sem Jahr dar­auf schließen. 

Im glei­chen Zug wur­de auch der „Mini­ma­lis­mus“ als Lebens­stil und Phi­lo­so­phie sehr popu­lär. Nicht zuletzt hat Marie Kon­do den Vogel abge­schos­sen mit der in ihrem Buch Magic Clea­ning beschrie­be­nen „Kon­ma­ri-Metho­de“.

Sehr grob geht’s dar­um: nimm JEDES Ding in dei­nem Haus in die Hand und fra­ge dich: „macht es mich glücklich?“

Wenn ja: behal­ten.
Wenn nein: weg damit.

Das­sel­be kann man auch mit Com­pu­ter-Datei­en machen oder mit Gedan­ken .

In den fol­gen­den Posts wer­de ich dir Schritt für Schritt zei­gen, wie es es gemacht habe. 

Wenn du dir einen schnel­len Über­blick ver­schaf­fen willst, fan­ge hier an:

Wenn du eine Sta­ti­on genau­er betrach­ten willst, dann kli­cke auf die ein­zel­nen Beiträge.

Wenn dich mei­ne phi­lo­so­phi­schen Gedan­ken zum The­ma inter­es­sie­ren, geht’s hier entlang. 

„Lohnt es sich, das alles zu lesen? Bringt mir das wirk­lich was?“

Eine GUTE Frage! 

Zeit ist kost­bar, ich bin immer dafür Prio­ri­tä­ten zu set­zen und die uns ver­blei­ben­den Stun­den auf der Erde wei­se einzusetzen.

Dar­um schau, ob du dich in den fol­gen­den Punk­ten wie­der­fin­dest. Ist das der Fall, dann wird dir die INVEN­TUR dei­nes Kop­fes und Hau­ses 100%ig helfen.


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