Du bist Teil einer sozia­len Grup­pe

Wir sind immer Teil einer sozia­len Grup­pe und Gemein­schaft, einer Kul­tur und Nati­on. Inso­fern ist Kom­mu­ni­ka­ti­on für uns Men­schen essen­ti­ell. Da ist kei­ne exak­te Wis­sen­schaft ist und in der Schu­le nicht ver­mit­telt wird, müs­sen wir „lear­ning by doing“ ler­nen, wie man erfolg­reich, d.h. mög­lichst unter Mini­mie­rung von Miss­ver­ständ­nis­sen, kom­mu­ni­ziert.

Das meis­te ler­nen wir noch als Kin­der, indem wir unse­re Eltern imi­tie­ren. Den größ­ten Teil sicher auch in der Schu­le und spä­ter in der Aus­bil­dung — eben „lear­ning by doing“. Und man­che ver­wei­gern sich die­sem Sys­tem, das man auch „fallen/​blamieren, auf­ste­hen und wie­der von vorn“ nen­nen könn­te und hal­ten es mit dem Mot­to „will ich nicht, brauch ich nicht, mach ich nicht“ — und kämp­fen sich mit den kom­mu­ni­ka­ti­ven Kom­pe­ten­zen von Acht­kläs­sern durch’s Leben…)

Die „Mus­ter“, die wir dabei ver­wen­den, blei­ben aber sehr kon­stant. Sie sind so tief in uns ver­an­kert, dass wir ihnen 1. nicht ein­mal als sol­che gewahr wer­den und 2. trotz bes­se­ren Wis­sens (gele­sen, „gelernt“) nicht in der Lage sind, sie zu ändern (wenn es dar­auf ankommt).

Das Pro­blem ist, dass wir uns auf einer sehr ober­fläch­li­chen Ebe­ne mit dem The­ma befas­sen.

Durch­at­men. Von 1 bis 10 zäh­len. Die Ruhe bewah­ren. Zuhö­ren. Für die „Pro­fis“ auch „Spie­geln“, Rap­port her­stel­len usw.

Das trifft oft nicht den Kern der Sache — nicht ein­mal ansatz­wei­se, um genau zu sein: es kratzt nicht ein­mal an der Ober­flä­che *räus­per*. Ja, es ist schon rich­tig mit WATZ­LA­WICK anzu­fan­gen, zumin­dest der Lehr­plan hat es gut gemeint, die Umset­zung war dann so naja… oder an wie viel davon erin­nerst du dich noch? Genau. Ich auch nicht.

Jeden­falls: es scha­det nicht, sich die Fra­ge nach dem WAR­UM zu stel­len, bevor man an den (genann­ten) Sym­pto­men her­um­bas­telt statt umge­kehrt. Das wäre sonst, als wür­de man JAH­RE sei­nes Lebens damit ver­brin­gen ein Haus von außen zu deko­rie­ren und zu bema­len, dass ein mehr als porö­ses und wacke­li­ges Fun­da­ment hat — oder auch gar keins (wenn man an so manch eine Bezie­hung denkt…).

Mög­li­che Quel­len von Miss­ver­ständ­nis­sen

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me rüh­ren oft daher, dass man sich ein­fach miss­ver­steht.

Man kann das­sel­be mei­nen und sich den­noch vor­treff­lich strei­ten. Klick um zu Twee­ten

Es liegt oft ein­fach am Ton­fall.

Oder an der Wort­wahl.

(Alles ein The­ma für sich)

An einem mit­schwin­gen­den Sar­kas­mus oder Iro­nie, die mir sagt, dass mein Gegen­über mich nicht so ganz ernst nimmt — dass er sich über mir sieht (und das ver­letzt den einen und mach den ande­ren rasend). Wir wol­len aber vor allem ande­ren eins:

Ernst genom­men wer­den!

Schon sind einem die Argu­men­te egal und der Streit treibt die wun­der­bars­ten Blü­ten.

Respekt und Ach­tung vor­ein­an­der sind die Grund­pfei­ler „guter“ Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Nur, wer den ande­ren ach­tet, kann ihm auch wahr­haf­tig zuhö­ren. Klick um zu Twee­ten

Men­schen, die sich gegen­sei­tig respek­tie­ren, kön­nen ent­ge­gen­ge­setz­te Positionen/​Meinungen/​Prinzipien haben, heiß dis­ku­tie­ren und am Ende trotz­dem zusam­men ansto­ßen — nicht, weil sie es irgend­wo „gele­sen“ haben, nicht, um so zu tun „als ob“ sie so reif wären, um sich zu „prä­sen­tie­ren“ als „der Wei­se“. Nein, weil sie reif und authen­tisch sind. Ein­fach ohne Hin­ter­ge­dan­ken.

Weil es nicht schlimm ist, ande­rer Mei­nung zu sein, solan­ge man sie einem ande­ren nicht auf­drängt.

Zuhö­ren beu­te­tet, dass man nicht nur „abwar­tet“, bis der ande­re zu Ende gespro­chen hat, um sei­ne Mei­nung „los­zu­wer­den“ und dafür Aner­ken­nung zu erwar­ten.

Wie man zuhört

Zuhö­ren beu­te­tet auch nicht, Recht zu haben.

Zuhö­ren bedeu­tet, dass man vor allem

  1. Auf­merk­sam,
  2. unpar­tei­isch und
  3. unvor­ein­ge­nom­men zuhört,
  4. nicht unter­bricht,
  5. sich nicht mit ande­ren Din­gen beschäftigt/​ablenkt
  6. Augen­kon­takt hält

und höchs­tens ernst gemein­te, inter­es­sier­te oder klä­ren­de Zwi­schen­fra­gen stellt, weil man das Gefühl hat (!), man könn­te einen Aspekt nicht ganz ver­stan­den haben und weiß, dass das ein Bau­stein ist, der für die Erzäh­lung sicher Bedeu­tung hat und ohne den man abschlie­ßend viel­leicht alles falsch „bewer­ten“ könn­te.

Wie man (nicht) dis­ku­tiert

Da wären wir beim The­ma Dis­ku­tie­ren.

Die meis­ten Men­schen kön­nen nicht dis­ku­tie­ren. Sie ver­wech­seln es mit „Recht behal­ten“, ande­ren etwas „bewei­sen“.

Die „Wahr­heit“ ist ihnen völ­lig egal. Sie wol­len nur Recht behal­ten.

Sie picken sich die „Argu­ment-Rosi­nen“ her­aus. Das heißt, sie suchen Argu­men­te, die für ihre The­se spre­chen und igno­rie­ren alle, die dage­gen spre­chen (könn­ten). Sie neh­men es per­sön­lich, wenn jemand es wagt, meh­re­re Argu­men­te zu prä­sen­tie­ren, die gegen ihre The­sen spre­chen. Sie wer­den laut und unge­hal­ten.

Sie neh­men alles per­sön­lich.

Sie füh­len sich von dei­nen Argu­men­ten per­sön­lich ange­grif­fen, als wäre jedes Argu­ment eine Kugel, die sie trifft.

Ver­knüp­fung von Wis­sen und Emo­ti­on

Eins soll­te jedem klar sein:

Jeder Mensch hat sei­ne eige­ne inne­re Land­kar­te, auf der alles ver­zeich­net ist, was er weiß und kennt. Und jetzt kommt der wich­ti­ge Punkt, auf­ge­passt:

Die­se gespei­cher­ten „Daten“, sind eng mit Emo­tio­nen ver­bun­den — denn das Gehirn muss aus­sor­tie­ren, es kann schließ­lich nicht alles spei­chern, was unse­re Wahr­neh­mungs­or­ga­ne streift.

Anders also, als die Lern­psy­cho­lo­gen bis tief ins 20. Jahr­hun­dert hin­ein ver­mu­te­ten, merkt sich unser Gehirn aus­schließ­lich „rele­van­te“ Infor­ma­tio­nen.

Und was ist „rele­vant“?

Nach wel­chen Kri­te­ri­en wird gefil­tert?

Nach „Bedeu­tung“.

Und die wird über unse­re Gefüh­le und Emo­tio­nen trans­por­tiert.

Der Hin­weis „oh, dass soll­te ich mir merken/​könnte mal wich­tig sein“ — „bedeu­tet“ Nichts. Da rein — da raus. Sobald dein Gehirn ein Signal trifft, dem­zu­fol­ge dein Leben von einer bestimm­ten Information/​Gewahrsein von etwas Spe­zi­el­lem abhängt, feu­ern die Neu­ro­nen, ent­ste­hen neue Stra­ßen und Ver­knüp­fun­gen.

Das muss sich nicht zwangs­läu­fig in einem „gefühl­ten“ Herz­in­farkt äußern. 😉 Man­che Infor­ma­tio­nen wer­den auch an ande­re „gehängt“ und spä­ter auch zusam­men abge­ru­fen oder getrig­gert.

Wenn du dich für Fische inter­es­sierst und schon Anknüp­fungs­punk­te vor­han­den sind, dann wirst du dir Infor­ma­tio­nen über Fische und auch ver­wand­te The­men, die damit zu tun haben, mer­ken kön­nen. Ich jedoch sicher nicht. Fische sind bei mir ein blin­der Fleck.

Über blin­de Fle­cken, Bril­len und Fil­ter

Jeder Mensch hat blin­de Fle­cken.

Wir haben sie einer­seits, weil wir alle indi­vi­du­ell sind und von Natur aus ver­schie­de­ne Inter­es­sen etc. haben.

Wir haben sie ande­rer­seits, weil wir ger­ne jede Art von kogni­ti­ver Dis­so­nanz ver­mei­den wol­len, sprich: was nicht in unser Welt­bild passt, wor­an zu denken/​sich zu erin­nern unan­ge­nehm ist, wird ent­we­der pas­send gemacht, zurecht gebo­gen oder ein­fach igno­riert — so schläft es sich bes­ser und man erspart sich eine (wei­te­re) Lebens­kri­se oder zumin­dest wei­te­re Selbst­vor­wür­fe.

Wir haben sie aber auch, weil wir bestimm­te Denk­mus­ter aus­bil­den, die auf unse­ren Fil­tern und Bril­len basie­ren, die auf unse­rem Welt­bild basie­ren. Hä?

Ganz ein­fach: wenn wir nicht an Magie und Wer­wöl­fe glau­ben, wer­den alle Erzäh­lun­gen über ver­meint­li­che Wer­wöl­fe und Phä­no­me­ne wie Tele­ki­ne­se als „Hum­bug“ abge­tan oder ein­fach über­hört. Es ist nicht rele­vant für uns und wird ein­fach her­aus gefil­tert. Hörst du hin­ge­gen im Zug zufäl­lig irgend­wo das Wort „Fisch“ und etwas von einem „Ursa­che-Wir­kungs-Zusam­men­hang“, dann bist du ganz Ohr.

Über Phi­lo­so­phi­en, Welt­bil­der und ihre Axio­me

Neben „dei­nem“ The­ma wird auch noch dei­ne Denk­wei­se (line­ar) und dein Welt­bild (deter­mi­nis­tisch, new­to­nisch) ange­spro­chen.

So ist es auch, wenn du von einer bestimm­ten Phi­lo­so­phie, Funk­ti­ons­wei­se von Din­gen, „Sinn“ hin­ter den Din­gen usw. hörst, die dei­nen Ansich­ten ent­spre­chen. Es gibt ein „Match“, ihr habt die­sel­ben Prä­mis­sen und glaubt an die­sel­ben Prin­zi­pi­en und Gesetz­mä­ßig­kei­ten. Strei­te­rei­en auf die­ser Ebe­ne grün­den sich meist auf den oben genann­ten Punk­ten.

Schwie­ri­ger wird es, wenn dein Gegen­über eine völ­lig ande­re Sicht auf die Din­ge hat.

Wenn sein Gehirn anders „ver­schal­tet“ ist. Wenn er analog/​synergetisch/​konzeptuell denkt, anstatt line­ar. Wenn sein Blick auf das gro­ße Gan­ze gerich­tet ist und nicht auf die Details. Wenn er in Zusam­men­hän­gen denkt, anstatt Ein­zel­ele­men­te los­ge­löst von ihrem Kon­text zu betrach­ten:

Ein Heil­prak­ti­ker und ein Arzt. Ein Geburts­me­di­zi­ner und eine Heb­am­me. Ein Alex­an­der­tech­nik- oder Fel­den­krais­leh­rer und ein Phy­sio­the­ra­peut. Ein Life-Coach und ein Mathe­leh­rer. Ein Wis­sen­schaft­ler und ein Künst­ler.

Hier unter­schei­den sich nicht nur Lebens­phi­lo­so­phi­en, son­dern qua­si die gesam­te Sin­nes­wahr­neh­mung und -ver­ar­bei­tung, ein­schließ­lich ihrer Bewer­tung und Art der Ver­bin­dun­gen, die zwi­schen den geis­ti­gen Inhal­ten her­ge­stellt wer­den.

Selbst­ver­ständ­lich kön­nen wir uns auf eini­ge Grund­prin­zi­pi­en eini­gen: z.B. gibt es was den Punkt „Schwer­kraft“ angeht, eine ein­deu­ti­ge Über­ein­stim­mung.

Was den linea­ren Zeit­fluss angeht, wird es schon schwie­ri­ger. Jeder, der schon ein­mal medi­tiert hat, weiß, dass Zeit anfängt sich irgend­wann „auf­zu­lö­sen“ und die Moder­ne Phy­sik lehrt uns, dass die Zeit, also unse­re linea­re Zeit­wahr­neh­mung, eine Illu­si­on ist. Außer­dem wis­sen wir, dass es kei­ne kleins­ten „Teil­chen“ gibt, son­dern nur „Ener­gie in Bewe­gung“, die wir von Außen betrach­tet als „fest“ wahr­neh­men.

Einig­keit besteht aber zumin­dest dar­in, dass wir mit unse­ren Sin­nen die Zeit als „line­ar“ wahr­neh­men und Din­ge als „fest“. Das ist unse­re Lebens­wirk­lich­keit, genau­so wie die Beschrän­kung unse­rer Wahr­neh­mung auf einen drei­di­men­sio­na­len Schnitt durch die vier­di­men­sio­na­le Wirk­lich­keit.

Doch alles, was über die Erkennt­nis­se der exak­ten Wis­sen­schaf­ten hin­aus geht, ist eben „Ansichts­sa­che“ und nur solan­ge „gül­tig“, bis das Gegen­teil bewie­sen ist (Fal­si­fi­zie­rung). Zudem sind alle For­schungs­er­geb­nis­se Kin­der der Welt­an­schau­ung ihrer For­scher und in hohem Maße Inter­pre­ta­ti­ons­sa­che.

Kurz­um: Wir wis­sen eigent­lich gar nichts.

Und wir kön­nen auch nie­man­dem etwas „bewei­sen“.

Denn wir müss­ten dazu in den tiefs­ten Kern ihrer Rea­li­täts- bzw. Sin­nes­wahr­neh­mung und -ver­ar­bei­tung ein­grei­fen.

Wenn du also schnell wis­sen willst, ob ein Gespräch über The­ma X sich mit Per­son Y lohnt, dann fang am bes­ten gleich damit an:

  • Wel­che Prä­mis­sen setzt du vor­aus?
  • An wel­che Prin­zi­pi­en glaubst du,
  • wel­cher Phi­lo­so­phie und
  • wel­chem Welt­bild

fühlst du dich zuge­neigt?

Ent­we­der es gibt Anknüp­fungs­punk­te oder nicht.

Du kannst nicht „gewin­nen“

Nie­mand kann es in Kauf neh­men, dass (s)ein gesam­tes Welt­bild zer­stört wird. Denn das wür­de

  1. Sein gesam­tes bis­he­ri­ges Leben in Fra­ge stel­len: alle Ent­schei­dun­gen und Bewer­tun­gen, die man je getrof­fen und vor­ge­nom­men hat.
  2. Eine Lebens­kri­se her­auf­be­schwö­ren, da man an sei­ner Urteils­fä­hig­keit zwei­felt und kei­ne Basis hat, auf­grund derer man in Zukunft Ent­schei­dun­gen tref­fen kann.
  3. Kei­nen Sinn mehr im Leben erkennt, den Boden unter den Füßen ver­lo­ren hat, „alles sinn­los“ gewor­den ist, weil man alle Wer­te und damit Bewer­tungs­kri­te­ri­en ver­lo­ren hat./li>
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    Des­we­gen „über­zeu­gen“ und beleh­ren wei­se Men­schen ande­re Men­schen nicht und hal­ten es mit dem Spruch „jeder hat sei­ne eige­ne Wahr­heit“.

    Eine, die sie sich in die­sem Leben zurecht­fin­den lässt und ihm Sinn ver­leiht. Eine, die uns Ori­en­tie­rung gibt und Rich­tun­gen auf­zeigt, in die wir uns bewe­gen und auf die wir unse­ren Fokus rich­ten kön­nen.

    Leit­fra­gen vor jedem Gespräch

    Dar­um soll­ten wir uns vor jedem Gespräch fol­gen­de Fra­gen stel­len:

    • Was will ich damit errei­chen (Zweck)?
    • War­um will ich ich das (Inten­ti­on)?
    • Macht es sein/​ihr Leben bes­ser (Anspruch/​Moral)?
    • Wie könn­te ich ihn/​sie dazu inspi­rie­ren, mir/​meinen Gedan­ken zu fol­gen?(Mit­tel wodurch)

    Was bringt es mir und ihm/​ihr, wenn er sich auf mei­ne Gedan­ken ein­lässt? Oder auf bestimm­te „Metho­den“ oder Hob­bies…?

    Ich den­ke, wir wol­len ein­fach, dass die Welt fried­lich ist und es all unse­ren Lie­ben gut geht.

    Dar­um tut ein Streit oft sehr weh.

    Denn er trennt, er schafft Klüf­te, er ver­ur­sacht Schmerz, Iso­la­ti­on, Aus­ein­an­der­drif­ten. Die Emo­tio­nen „kochen über“, wir ver­lie­ren die Kon­trol­le, häss­li­che Wor­te „spru­deln her­aus“, und danach „ste­hen wir neben uns“, sind geis­tig abwe­send, unkon­zen­triert, schä­men uns, ver­ur­tei­len uns dafür, sind in unse­rem Kopf gefan­gen, ver­nach­läs­si­gen alle um uns her­um — ist es das wert?

    Was du auf den Sei­ten unter die­ser Rubrik fin­den wirst

    • Hier wird es um das „rich­ti­ge“ Zuhö­ren den­ken.
    • Dar­um, wie man Miss­ver­ständ­nis­se ver­mei­det, indem man eine gemein­sa­me Dis­kus­si­ons­ba­sis schafft und den ande­ren ver­steht.
    • Es wird um ver­schie­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­del­le gehen.
    • Und dar­um, wie unter­schied­li­che Welt­bil­der und das Wis­sen um bestimm­te phy­si­ka­li­sche Phä­no­me­ne und neu­ro­lo­gi­sche Gege­ben­hei­ten unse­re Denk­mus­ter und Denk­sti­le for­men.
    • Fer­ner, wie sich die­se auf unse­re Grund­an­nah­men und (Art der) Inter­pre­ta­ti­on unse­rer Umwelt, unse­rer Mit­men­schen, uns selbst und allem dazwi­schen aus­wir­ken.
    • Selbst­ver­ständ­lich auch um all die Miss­ver­ständ­nis­se zwi­schen Mann und Frau, die sich haupt­säch­lich auf unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen, BeWER­Tun­gen von Dingen/​Sachverhalten/​Gegebenheiten, „Atta­che­ment-Styles“, Form/​Art der Lie­bes­be­kun­dung und Per­sön­lich­keits­ty­pen grün­den. (Eine Sache fehlt noch, ist mir gera­de ent­fal­len…)
    • Nicht zuletzt wird auch die Vater/­Mut­ter-Kind-Bezie­hung, gene­rell Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kin­dern — wie wir mit ihnen spre­chen, wird ihre inne­re Stim­me und die bestimmt ihre Selbst­wahr­neh­mung, wel­che bestimmt, was für ein Mensch sie wer­den und wie sie sich füh­len und ihr Leben bewer­ten wer­den, also ihre Lebens­zu­frie­den­heit, Selbst­wirk­sam­keit, Erfolg im Leben und Lebens­qua­li­tät, was sich wie­der­um direkt in ihrem Umgang mit ihren Mit­men­schen Tie­ren und der Natur wider­spie­geln wird.
    • Zuletzt wer­de ich auch auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Beruf zu spre­chen kom­men. Nicht nur dar­auf „wie“ man mit den Kol­le­gen, dem Team­lei­ter, dem Chef redet, son­dern auch, wie man sich durch­setzt, schlag­fer­tig ist und was man erwar­ten und auch for­dern darf — und wann du dir wirk­lich bes­ser einen ande­ren Job suchen soll­test.

    Denn in der Natur und im Uni­ver­sum ist alles mit allem ver­bun­den.
    Schmet­ter­lings­ef­fek­te sind nur für uns uner­war­tet.
    Das Gan­ze ist immer mehr als die Sum­me der Tei­le.
    Jedes Teil wirkt auf das Gan­ze.
    Die Natur orga­ni­siert und regu­liert sich sel­ber.
    Jedes Ein­grei­fen in natür­li­che Pro­zes­se von außen, hat unab­schätz­ba­re Aus­wir­kun­gen.
    Alles fließt.
    Ein ewi­ges Ster­ben und wie­der­ge­bo­ren wer­den.
    Ein Abeb­ben und Flu­ten. Wel­len­för­mig.
    Ein auf und ab.
    Ein stän­di­ger Wech­sel des Glei­chen.
    Zyklisch.
    Kreis­för­mig.
    Immer­wäh­rend.
    Ohne Anfang und ohne Ende.
    Grenz- und Schwel­len­wer­te sind Momen­te des Wech­sels, des Auf- und Abschwungs, des Zusam­men­bruchs und des Neu­ent­ste­hens.
    Gebo­ren wer­den, Wach­sen, Rei­fen, zur Blü­te kom­men, Ster­ben und wie­der Auf­er­ste­hen.
    Ob Mensch oder Pla­net oder Uni­ver­sum.
    Ein ewi­ger Kreis­lauf der Exis­tenz.
    Im Gro­ßen wie im Klei­nen.